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  • 2018.11.04.

Los geht's!

© Karsten Bär

Auf 50 ha hat das LVG Hafer gedrillt.

Bestes Frühlingswetter hat in der vergangenen Woche dem Feldbau im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch einen ordentlichen Schub gegeben. „Endlich geht´s los!“, freut sich Feldbau-Koordinator Nico Wolf. Zu tun gab es einiges: Auf 100 ha Maisland wurde mit Pflug und Grubber die Grundbodenvorbereitung ausgeführt und Gülle ausgebracht. Zeitgleich drillten LVG-Mitarbeiter auf rund 50 ha Hafer, den der Betrieb teils für die Fütterung des eigenen Tierbestandes einsetzt, zum großen Teil aber auch verkauft – zu derzeit ansprechenden Preisen, sofern die Qualität stimmt. Vorbereitet wurde zudem die 45 ha umfassende Anbaufläche für die Zuckerrüben. Auf 33 ha kommen die Rübenpillen in Mulchsaat in den Boden, die restlichen 12 ha sind gepflügt.

Erstmal im Einsatz ist bei der Rübenaussaat eine neue kombinierte pneumatische Legemaschine, die sowohl für Rüben als auch für Raps, Soja, Mais, Sonnenblumen und verschiedene Sonderkulturen geeignet ist. Einer der Vorteile: Die Aggregate sind hydraulisch verschiebbar, per Knopfdruck lassen sich die Reihenabstände einstellen. Doch das ist nicht alles. „Die Maschine steckt voller Hightech“, gibt Nico Wolf zu verstehen. Unterfußdüngung und Teilabschaltung sind ebenso möglich wie eine georeferenzierte Körnerablage. Für den mechanischen Pflanzenschutz bieten sich durch die Fähigkeiten der Legemaschine neue Potenziale, wie Betriebsleiter Ondrej Kunze betont. Die variabel zu gestaltende Saatkornablage erlaube es, auch diagonal oder schräg zur Pflanzenreihe zu hacken. „Die Maschine ist ein Paradebeispiel für Landwirtschaft 4.0“, meint der Betriebsleiter.

Derzeit werden die Offenställe entkernt. Mit ihrem Umbau sollen die arbeitswirtschaftlichen Bedingungen zeitgemäßer gestaltet werden. © Karsten BärArbeit gibt es auch auf den 280 ha Grünland des LVG. Die Pflege ist hier in vollem Gange. Es wird Gülle zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ausgebracht, in Kombination mit Nachsaat intensiv gestriegelt und geschleppt. Zum Einsatz kommt auch hier ein neueres Gerät – eine  Front- und Heckkombination, die mit Prismen- und Striegelwalze arbeitet.

Eine ganze Menge Bauschutt fällt derzeit im Tierhaltungsbereich an. Hier werden drei Offenställe, die im Winter einem Teil der Mutterkühe als Quartier dienen, entkernt und umgebaut. Die Ställe stammen in der Grundsubstanz noch aus den 60er-Jahren. „Es gab da einige Nachteile in Bezug auf die Arbeitswirtschaft und Optimierungsbedarf für den Arbeitsschutz“, erklärt Ondrej Kunze die Notwendigkeit für den Umbau. Zudem sei einiger nutzungsbedingter Verschleiß aufgetreten. Die Hülle der drei Gebäude soll erhalten bleiben, das „Innenleben“ wird komplett erneuert. Der Futtertisch rückt von der Mitte an den Rand des Stalls, Elektro- und Wasserversorgung werden neu verlegt. Bis in den Sommer, schätzt der Betriebsleiter, werde man mit der Maßnahme durch sein. Parallel dazu lässt der Betrieb gegenüber der Offenställe drei ebenfalls bereits etwas betagte Bergehallen sanieren.

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