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  • 31.08.
  • 2013.31.08.

Lehrreiche Tage für Herdenmanager

Am Ende gab es Applaus: Nach fünf Tagen vollem Seminarprogramm blickten die Teilnehmer am Freitagnachmittag in lockerer Runde in der Mensa im Köllitscher Speicher auf die Woche zurück – und zogen eine überaus positive Bilanz. Lehrreich und für die praktische Tätigkeit gut anwendbar seien die Lehrinhalte gewesen. Und auch die Rahmenbedingungen  stimmten: Das gilt für Verpflegung und  Unterkunft, wie für das Miteinander in der Gruppe.

 

Teilnehmer aus ganz Deutschland

Zum siebten Mal hat in der zurückliegenden Woche der DLG-Kurs „Herdenmanager Rind“ im Lehr- und Versuchsgut stattgefunden. 14 Fachkräfte aus ganz Deutschland ließen sich hier von versierten Experten schulen, um fit zu werden für die moderne Milchviehhaltung. „Schwerpunkt in Köllitsch sind die Themenkomplexe Grundfuttergewinnung und –konservierung, Fruchtbarkeitsmanagement, Betriebswirtschaft und Controlling sowie Arbeits- und Verfahrensorganisation“, erklärt Dr. Steffen Pache vom Referat Tierhaltung, Fütterung im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Neben den Unterrichtsblöcken, in denen Fachleute vom LfULG sowie von anderen Einrichtungen theoretisches Wissen vermittelten, gab es immer wieder praktische Anteile, die die Kursteilnehmer in den Stall des LVG führten. „Praktisch vermittelt wird die Theorie greifbarer“, meint Steffen Pache. Was aus Sicht der Teilnehmer, die allesamt Praktiker sind, vielleicht etwas zu kurz kam – ohne den Gesamteindruck entscheidend zu beeinträchtigen. Betriebsbesichtigungen bei Milchviehbetrieben in der Region rundeten das Programm ab.

Stellschrauben finden

Dass ihm der Kurs für die tägliche Arbeit nutzen wird, davon ist Markus Hübers überzeugt. Der 38-jährige aus dem Landkreis Kleve in Nordrhein-Westfalen ist Geschäftsführer und Betriebsleiter der LIMA Holstein KG, einem Betrieb mit 300 Milchkühen. Die Milchleistung seiner Herde liegt bei 11.000 Litern je Kuh. „Es gibt trotzdem immer etwas, was man besser machen kann“, ist er überzeugt. „Je höher die Leistung, umso wichtiger sind die kleinen Stellschrauben. Aber die muss man erst einmal finden.“ Was er in Köllitsch lernen konnte, halte er für sehr hilfreich und bringe ihn fachlich weiter, sagt er und verweist auf die „Konzentration an Fachleuten“, die den Kurs im LVG auszeichneten. „Aber wichtig ist auch die gesamte Stimmung.“ Das gelte nicht  nur für das Miteinander unter den Teilnehmern, sondern vor allem auch für die Dozenten, die fachlich versiert, aber keinesfalls abgehoben seien. „Wenn man sich gut aufgehoben fühlt, begünstigt das auch das Lernen“, ist er überzeugt.  „Vom Umgang war ich sehr beeindruckt.“

Die Kurswoche in Köllitsch ist die erste von insgesamt drei, die die Teilnehmer im Rahmen des „Herdenmanagers“ absolvieren. Je eine weitere Woche findet in den Monaten in Iden in Sachsen-Anhalt und im „Haus Düsse“ in Nordrhein-Westfalen statt. Vorbereitet werden die Lehrinhalte jeweils von den Fachleuten vor Ort.

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