• 2016
  • 05.07.
  • 2016.05.07.

Jetzt geht´s in die Gerste

In der Wintergerste begann der Getreidedrusch © Karsten Bär

Auf 96 ha baute das LVG diese Kultur an.

Ende Juni hat das Lehr- und Versuchsgut (LVG) Köllitsch mit der Silierung des zweiten Schnitts begonnen. „Wir hatten einen unglaublichen Masseaufwuchs“, berichtet Betriebsleiter Ondrej Kunze. Das sei ungewöhnlich, denn meist „verbrennt“ der zweite Aufwuchs nach dem oft guten ersten Schnitt in der nordsächsischen Frühsommertrockenheit. „Aber es gab in diesem Juni über 90 Millimeter Niederschlag“, so der Betriebsleiter. Der zweite Schnitt habe daher dieses Mal mehr gebracht als der erste. Weil die Silokapazitäten begrenzt sind, begann man zunächst, einen Teil der Erntemenge in den Silierschlauch zu pressen und schwenkte später darauf um, Heu zu machen. 650 Quaderballen Heu konnten bisher erzeugt werden. Gemäht wurden bis Ende vergangener Woche rund  180 ha Grünland. Etwas mehr als 60 ha Grünland stehen noch aus.

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Zur Silierung in den Schlauch: Der Luzerne wurde in Vorbereitung eines Fütterungsversuches ein Mittel zugesetzt.




Im Schlauch siliert wurde vergangene Woche auch Luzerne, die im LVG auf 34 ha angebaut wird. Dabei wurde dem Siliergut in Vorbereitung eines Fütterungsversuchs des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ein auf pflanzlicher Basis erzeugtes Mittel  zugefügt, das die Futteraufnahme und -verwertung optimieren soll.

Während in einigen Teilen Sachsens bereits seit Mitte vergangener Woche die Mähdrescher ins Getreide fuhren, beließ man es in Köllitsch zunächst bei einigen Druschversuchen, bis Anfang dieser Woche tatsächlich begonnen werden konnte. 96 ha Wintergerste  sind zunächst zu dreschen, dann warten 76 ha Raps, 179 ha Weizen, 42 ha Hafer sowie jeweils einige Hektar Sommergerste, Triticale, Erbsen und Sojabahnen darauf, geerntet zu werden. Die Wintergerste wird größtenteils eingelagert und für die betriebseigene Schweine- und Rinderfütterung eingesetzt. „In die Vermarktung geht nicht allzu viel Wintergerste“, sagt Ondrej Kunze.

Voraussichtich noch zur Ernte wird eine neue Quaderballenpresse für das Stroh vom Händler an das LVG ausgeliefert.  Notwendig wird in diesem Zuge auch die Anpassung der Bergetechnik, denn die Quader der neuen Presse sind größer, als die der alten. Wahrscheinlich noch bis Jahresende wird hingegen die Anschaffung eines neuen Mähdreschers dauern. Das LVG hat derzeit zwei Erntemaschinen. Eine davon, ein in die Jahre gekommener Claas-Mähdrescher, soll ersetzt werden. Der Neue soll möglichst ein anderes Druschsystem verwenden, als der im Bestand verbleibende New Holland CX 8060. Dies geschieht auch im Hinblick auf die im LVG stattfindende überbetriebliche Ausbildung (ÜbA), in dessen Rahmen die Auszubildenden ein möglichst breites Spektrum verschiedener Techniken und Systeme kennenlernen sollen. Ein ÜbA-Lehrgang „Mähdrusch“ wird nach der Schließung einer anderen Bildungsstätte in Sachsen, die diesen Kurs bisher angeboten hatte, künftig in Köllitsch stattfinden. 

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