• 2013
  • 10.05.
  • 2013.10.05.

In den Startlöchern

Ein paar Tage gutes Wetter braucht es jetzt: In Köllitsch steht man derzeit in den Startlöchern, um den ersten Grünlandschnitt und die Grassilierung zu beginnen. 262 ha Grünland bewirtschaftet das LVG, gewöhnlich werden davon 240 ha siliert, der Rest wird für die Beweidung vorgehalten. Wann auf welchen Flächen begonnen wird, soll heute nach einer Feldrundfahrt festgelegt werden.  Die Silos sind schon vorbereitet, nur das Wetter muss noch mitspielen. „Bis Pfingsten, vielleicht länger, werden wir damit beschäftigt sein“, schätzt LVG-Leiter Ondrej Kunze. Entscheiden müsse man sich nun auch, ob man die 10 ha Futterroggen, die als Zwischenfrucht angebaut worden waren, siliert oder doch stehen lässt, um auch etwas Stroh ernten zu können. Schließlich sei ein stroharmes Jahr zu erwarten – die Gerstenbestände zeigen recht kurze Halme – und was es heißt, wenn das Stroh knapp wird, spürt man im Tierhaltungsbereich des LVG derzeit schmerzlich. „Mit dem, was noch übrig ist, müssen wir bis zur Ernte hinkommen“, sagt Ondrej Kunze. Zu kaufen gibt es in der näheren Umgebung kaum noch etwas, und wenn, dann ist es recht teuer.  Aus diesem Grund sind die Mutterkühe auch bereits seit Mitte April auf den Weiden. Etwa die Hälfte der Köllitscher Schafe ist seit dieser Woche draußen, die andere Hälfte wird kommende Woche ausgetrieben.

Der Regen der letzten Tage hat den Beständen zwar gut getan, allerdings auch zu Verzögerungen bei den Feldarbeiten geführt. Etwa beim Mais. Ein Teil ist gelegt, ein Teil steht noch aus, weil man nach starken Niederschlägen die Flächen nicht befahren wollte, um das Bodengefüge nicht zu beeinträchtigen. Zwischen 100 und 120 ha Mais baut das LVG jährlich an. Auf einer kleinen Fläche wird der Mais in diesem Jahr im Strip-till-Verfahren gelegt – mithilfe des Leitspursystems, mit dem einige Schlepper des LVG ausgestattet sind, exakt über den Gülledepots, die im Vorjahr bzw. im Frühjahr eingebracht wurden. Wenn sich das Verfahren bewährt, soll es künftig auf einer größeren Fläche angewandt werden. Zum Einbringen der Gülledepots verwendete man im Vorjahr noch geliehene Technik.Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat in diesem Jahr eigene Technik hierfür anschaffen, die dann meistenteils im LVG zum Einsatz kommen wird.

 

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