• 2012
  • 13.11.
  • 2012.13.11.

Hackschnitzel aus eigener Ernte

Mehr als ein halbes Jahr ruhte die Ernte, die das LVG an einem bitterkalten Februartag dieses Jahres eingefahren hatte, in einem alten Silo. Ein Teil des Energieholzes, das von der Köllitscher Kurzumtriebsplantage stammt und in Form von Hackschnitzeln einer Miete trocknete, ist nun vor einigen Tagen auf den Hof gefahren worden. „Der optische Eindruck stellte zunächst einmal zufrieden“, urteilt LVG-Leiter Ondrej Kunze.  Die Vorjahresernte war im vergangenen Winter als nicht für die Hackschnitzelheizung des LVG geeignet eingestuft worden, weil das Holz zu feucht war. In diesem Jahr hat man deshalb die Lagerung des Materials optimiert. Der größte Teil der Ernte wird im sogenannten Domtrockungsverfahren getrocknet, bei dem Zuluftröhren in die Miete und Abluftdome aus ihr heraus geführt werden. Dadurch trocknen sich die Hackschnitzel quasi von selbst – ein einfaches und kostengünstiges Verfahren. Noch einfacher ist mit einer Menge von 25 bis 30 % der gesamten Ernte umgegangene worden. Dieser Teil wurde lediglich mit einem luftdurchlässigen Holzhackschnitzelvlies abgedeckt. Das Ergebnis sei besser als erwartet, so Ondrej Kunze. Wichtig sei es, einen Beton- oder Bitumenuntergrund zu haben. Als negativ habe sich jedoch der Umstand erwiesen, dass die Hackschnitzel an den Betonseitenteilen des Silos anlagen. Hier scheinen sich Kältebrücken gebildet zu haben, die zu Verschimmlung des Holzes führten. Welche Qualität hingegen die domluftgetrockneten Hackschnitzel haben, ist noch offen, da die Miete bisher nicht geöffnet wurde.

Rund ein Drittel der insgesamt 60 t Holzhackschnitzel  hat das LVG als nicht heizungstauglich  aussortiert. Man sei, sagt der LVG-Leiter, dabei etwas großzügiger gewesen, da die Heizungsexperten recht kritisch auf das KUP-Energieholz blicken, das insgesamt feiner ist und einen höheren Rindenanteil hat als das gehäckselte Waldholz, das normalerweise in die Heizung kommt. Möglicherweise muss die Heizungstechnik, insbesondere im Hinblick auf die Zuführung des Brennstoffs, etwas angepasst werden, da das KUP-Holz schneller verbrennt.

Die Holzhackschnitzelheizung des LVG hat eine Leistung von 280 kW und versorgt den Innenbereich des Betriebes mit Wärme. Für den Bedarfsfall steht ein Gaskessel zur Unterstützung der Holzheizung zur Verfügung.

 

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