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  • 11.06.
  • 2013.11.06.

Gefahr gebannt

Bildgalerie: Gefahr gebannt


Aufatmen an der Elbe: Zwar führt die Elbe weiterhin Hochwasser, doch die Pegel gehen seit einigen Tagen zurück und akute Gefahr besteht nicht mehr. Die letzten Bundeswehrsoldaten, die seit vergangenem Donnerstag im Lehr- und Versuchsgut kampierten, werden morgen wieder abziehen. Zu Spitzenzeiten waren 350 Soldaten und Soldatinnen mit bis zu 70 Fahrzeugen im LVG untergebracht. Sie haben geholfen, Sandsäcke zu füllen und die Deiche in der Region zu verteidigen. „Es waren angenehme Gäste“, befindet LVG-Leiter Ondrej Kunze. „Und es hat uns ein Gefühl der Sicherheit gegeben, nicht allein dazustehen.“

Ab morgen soll die Landtechnik zurück nach Köllitsch gebracht werden, die zur Sicherheit in der Justizvollzugsanstalt in Torgau abgestellt worden war. Auf den zur JVA gehörenden Flächen steht noch immer die Limousinherde des Betriebes. Sie werden wohl noch einige Tage bleiben, denn dort ist vorläufig ausreichend Futter vorhanden. Der größte Teil der Schafe steht noch im Nachbarort Packisch auf der Weide, bis die Elbdämme wieder beweidet werden können.

Überschwemmt worden sind große Teile der Betriebsfläche des LVG.Es sind zwar etwas weniger, als die zunächst geschätzten 400 ha. Aber mit rund 315 ha steht etwa ein Drittel der gesamten Fläche unter Wasser. Knapp 190 ha davon sind Grünland. Die Flächen, die ökologisch bewirtschaftet werden, sind ebenfalls komplett überflutet, einschließlich eines Anbauversuches mit Lupinen. Zwei Drittel des Hafers sind passé, ebenso wie je ein Drittel der Anbaufläche für Winterweizen und Silomais sowie knapp zwei Drittel der Luzerne.

Beim Futter wird das LVG haushalten müssen. Zumal sich die Frage stellt, was mit den kommenden Auswüchsen passiert. „Ich gehe zwar davon aus, dass es keine Belastungen mit schädlichen Stoffen gegeben hat, aber Vorsorgeuntersuchungen sind auf alle Fälle notwendig“, betont Ondrej Kunze. Das nächste Problem sei die Verfügbarkeit von Stroh. „Nach den Auswinterungsschäden im vergangenen Jahr hatten wir für dieses Jahr damit gerechnet, wieder mehr Stroh zur Verfügung zu haben“, sagt der Betriebsleiter. Doch die Aussichten sind schlecht. Stroh wird auch 2013 knapp sein.

Große Anstrengungen wird das Beseitigen von Treibgut mit sich bringen. Müll, Gestrüpp und ganze Bäume werden auf den überfluteten Flächen zurückbleiben. Hier kann das LVG auf die Hilfe des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hoffen. Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen werden beim Beräumen helfen.

Wegen der Überschwemmungen wird die für den 21. Juni angekündigte Flurfahrt zu Demonstrationsversuchen entfallen. Das, was die Flut verschont hat, soll bei einer weiteren Veranstaltung am 26. Juni gezeigt werden. An diesem Tag findet in Köllitsch eine LfULG-Tagung zum Thema „Biologische Vielfalt im Ackerbau“ statt, in der darüber informiert wird, wie ökologische Vorrangflächen angelegt und gepflegt werden können.

 

 

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