• 2012
  • 27.02.
  • 2012.27.02.

Für den Anfang nicht schlecht: Energieholzernte in Köllitsch stellte zufrieden

Nach der Energieholzernte Anfang Februar auf der Kurzumtriebsplantage (KUP) des Lehr- und Versuchsgutes (LVG) Köllitsch liegen nun die Ergebnisse vor: Knapp 25 Tonnen Trockenmasse je Hektar wurden bei der Praxisvorführung im Durchschnitt aller angebauten acht Sorten geerntet. Bis auf zwei Ausnahmen brachten damit alle Sorten Jahreszuwächse zwischen gut fünf und knapp acht Tonnen je Hektar und Jahr. „Für die erste Ernte sind das akzeptable Ergebnisse“, urteilt LVG-Leiter Ondrej Kunze.

 

Ernte bei klirrendem Frost

Die Pappeln und Weiden der Köllitscher KUP stehen seit vier bzw. fünf Jahren. Im vergangenen Jahr war die erste Hälfte der rund zehn Hektar großen KUP geerntet worden – damals noch mit etwas geringeren Erträgen.

Die diesjährige Ernte selbst fand bei klirrendem Frost und damit bei eigentlich guten Bedingungen statt. Allerdings führten die Temperaturen von -15 ° Celsius auch dazu, dass das Holz sehr spröde und brüchig wurde und zum Teil aufgesplissene Hackschnitzel geerntet wurden.

Bewährt hat sich der Häcksler mit Gehölzerntevorsatz des Herstellers New Holland, der bereits im vergangenen Jahr im Einsatz war. Aus Sicht des LVG-Leiters konnte die zweite eingesetzte Erntemaschine allerdings nicht restlos überzeugen. Der Gehölzmähhäcksler GMHT 140 der Firma Jenz, ein Heckanbau für den Schlepper, brachte sehr inhomogene Hackschnitzel-Qualitäten mit Stücken von fast 20 Zentimetern Länge bis hin zu fast mehlartiger Konsistenz.

 

Hackschnitzel trocknen ohne zusätzliche Energie

Die geernteten Hackschnitzel wurden in einem Fahrsilo gelagert. Dort werden sie im so genannten Domtrocknungsverfahren auf rund 25 % Wassergehalt getrocknet. Das Verfahren wurde von der TU Dresden entwickelt. Es beruht auf der Selbsterwärmung des Holzes, die eine Luftströmung durch den Hackschnitzelhaufen in Gang setzt. Horizontale Zuluftkanäle bringen frische Luft in die Miete, vertikale Abluftdome führen die Feuchtigkeit nach draußen. Das Verfahren benötigt keine zusätzliche Energie und gilt daher als kostengünstig.

 

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