• 2015
  • 16.09.
  • 2015.16.09.

Das Futter reicht

© Karsten Bär

Anfang des Monats begann das LVG mit dem Häckseln: Geerntet wurde Mais von insgesamt 137 ha Anbaufläche.

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Die Silos sind wieder gefüllt, die Futterversorgung bis zur nächsten Ernte gesichert: Das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch hat in der ersten Monatshälfte Mais gehäckselt und siliert. Anfang September  war mit dem Häckseln begonnen worden. „Ein paar Tage früher als sonst“, wie Feldbauleiter Henning Stahl erklärt. Die in diesem Jahr herrschende Trockenheit hat die Bestände früher abreifen lassen – natürlich aber auch den Ertrag beeinflusst. Je nach Schlag reichen die Erträge von 290 bis 350 dt/ha. Im Vorjahr war es deutlich mehr: Zwischen 350 und 400 dt/ha seien damals vom Feld geholt worden. „Gerade in der Hauptwachstumsphase fehlte das Wasser“, bedauert der Feldbauleiter. Dennoch reicht die Erntemenge aus, um den Bedarf an Futter für den Stall und für die Biogasanlage des Betriebes zu decken.

Siliert worden ist der Aufwuchs von rund 80 ha der insgesamt 137 ha Fläche, die der Betrieb in diesem Jahr mit Mais bestellt hatte.  Bereits beim Häckseln wurde, wie es in Köllitsch üblich ist und sich gut bewährt hat,  ein Siliersalz zugeführt, um die aerobe Stabilität des Siliergutes zu sichern. Gehächselter Mais zwischen 80 und 100 t wurden pro Stunde ins Silo gefahren. „Es hätten auch mehr sein können, aber der limitierende Faktor ist das Festfahren“, so Stahl. Denn das muss gründlich passieren. Zum Festfahren der Silage hatte der Betrieb ein knapp 20 t schweres Baufahrzeug von einem regionalen Baumaschinenverleih geliehen. Außer zwei Fahrsilos, wurde auch ein Silierschlauch gefüllt.
Anschließend wurde ab Mitte vergangener Woche auf den verbliebenden Maisfeldern weiter geerntet – erstmals häckselte das LVG für einen Nachbarbetrieb, der Substrat für seine Biogasanlage benötigt.
Jetzt steht die Bearbeitung der Maisstoppeln an, die geschlegelt und gemulcht werden. Neben einer gut bearbeiteten Fläche geht es dabei in diesem Jahr auch um neue Erkenntnisse:  Mitarbeiter der Technischen Universität Dresden und der Fachabteilungen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) testen verschiedenen Mulcher und werten die Testergebnisse wissenschaftlich aus.

Weiterhin stehen im LVG die Vorbereitungen zur Wintergerstenaussaat auf rund 90 ha an. Und Ende September, Anfang Oktober wird auf den Grünlandflächen, von denen es der Zuwachs lohnenswert erscheinen lässt, der dritte Schnitt eingefahren. „Viel ist nach dem zweiten Schnitt nicht mehr dazugekommen“, verdeutlicht Feldbauleiter Stahl.

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