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  • 09.03.
  • 2018.09.03.

Bullen verkauft und Boden beprobt

Bodenbeprobung Foto: Karsten Bär

Die Probennahme ist abgeschlossen. Auf Grundlage der Nmin-Werte wird der Düngebedarf ermittelt.

Man hat den Champion der Schau gestellt, dazu einen Rassesieg und drei 1a-Prämierungen erhalten: Die Bilanz, die das Lehr- und Versuchsgut (LVG) Köllitsch über die Teilnahme an der Sächsischen Bullenauktion in Meißen ziehen kann, fällt außerordentlich positiv aus. Mit dem Fleckviehbullen Dorado (Vater: Drakon) stellte der Betrieb den Sieger aller Rassen; unter den sechs aufgetriebenen Angusbullen wählte die Körkommission den Köllitscher Lascar (V.: Lambert)  als besten aus. Auch die verbleibenden drei Tiere der Rassen Angus, Fleckvieh und Limousin wiesen mit den ihnen zugeteilten Prämierungen hohe Qualität nach. 15.800 Euro brachten die fünf jungen Vererber in der anschließenden Versteigerung, wobei Dorado mit 5.500 Euro Erlös einen wesentlichen Teil zum Endergebnis beitrug.

» Bild links: Fleckviehbulle Dorado wurde Champion in Meißen. Foto: Heinrich Schulte


„Das Vererbermaterial und die genetische Konstellation haben gut gepasst“, erklärt sich der Bereichsleiter Rinder im LVG, Rüdiger Naumann, das gute Abschneiden. „Natürlich spielt auch das gute Handling der Mitarbeiter bei der Aufzucht eine Rolle.“ Dazu zählt auch das Führigmachen der Jungbullen in Vorbereitung auf die Auktion durch Michael Kuhn, der die Fleischrindzucht im LVG leitet. Eine ruhige Ausstrahlung des Bullen im Ring ist eben auch Teil des Erfolges.

» Bild rechts: Der Angusbulle Lascar ging als Rassesieger aus dem Ring. Foto: Heinrich Schulte


Während die fünf besten Bullen des 2017er Jahrgangs nun nach ihrer Körung verkauft wurden, beginnt im Köllitscher Fleischrindbestand bereits die Aufzucht des nächsten Jahrgangs. Die Abkalbesaison hat begonnen, bei den Angusrindern sind die Kälber bereits alle auf der Welt,  Fleckvieh und Limousins ziehen  nun nach.

Derweil dreht sich im Feldbau alles um die erste N-Gabe. Die Nmin-Probennahme auf den mit Winterungen bestellten Flächen ist abgeschlossen. Das ist im LVG bereits seit Jahren – und nicht erst seit der neuen Düngeverordnung (DüV) – Standard, um den N-Bedarf der Kulturen zu ermitteln. 14 Köllitscher Flächen zählen zudem zu den insgesamt 550 sächsischen Dauertest- und Praxisflächen, mit denen das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) Vergleichswerte ermittelt, die laut DüV ebenfalls für die Ermittlung des individuellen N-Bedarfs heranzogen werden können. Im LVG setzt man indes immer auf die betrieblichen schlagspezifischen Werte, um den Bedarf zu ermitteln. „Das schont nicht nur die Umwelt, sondern hilft auch, Kosten zu sparen“, betont Betriebsleiter Ondrej Kunze.

Begonnen hat man inzwischen mit dem Ausbringen der ersten N-Gabe in Form mineralischen Düngers. Auch die Gärreste sollen demnächst ausgefahren werden. Zwar sind die Lagerkapazitäten noch nicht gänzlich ausgeschöpft, dennoch ist man froh, dass man sich nun Luft verschaffen kann. Mit dem geplanten Bau eines neuen Milchviehstalls werden auch die Kapazitäten zur Güllelagerung deutlich erweitert. Dem Thema Gülleausbringung widmet das LVG gemeinsam mit dem LfULG eine Maschinenvorführung am 27. März, bei der unterschiedliche Techniklösungen für die Ausbringung des organischen Düngemittels vorgeführt werden sollen.

Das Ausbringen der ersten N-Gabe auf den  100 ha Winterraps wird in diesem Jahr erstmals – so wie bislang nur bei späteren Gaben platziert - teilflächenspezifisch auf Basis einer Streukarte erfolgen. Dazu wurde zum Vegetationsende im vergangenen Jahr ein Biomassescan auf den Flächen durchgeführt.

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