• 2013
  • 28.07.
  • 2013.28.07.

Bilanz zum Ende des Ausbildungsjahrs

Fast jede Woche des Jahres finden im Lehr- und Versuchsgut Kurse der Überbetrieblichen Ausbildung (ÜbA) sowie Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen statt – doch nun kehrt vorerst Ruhe ein. Mit neuem Schwung soll es in drei Wochen nach der Sommerpause mit der Aus- und Weiterbildung in Köllitsch weitergehen.

Insgesamt fanden im LVG im abgelaufenen Ausbildungsjahr 274 ein- und mehrtätige Lehrgänge statt, die von 3118 Teilnehmern absolviert wurden. „Das ist mehr als im Vorjahr“, sagt Sabine Stietzel, stellvertretende Leiterin der ÜbA in Köllitsch. Zwar gingen in den vergangenen Jahren die Zahlen bei der überbetrieblichen Ausbildung von Auszubildenden zurück – eine Folge des demografischen Wandels. Doch an anderer Stelle gab es Zuwächse: Bei Speziallehrgängen und Weiterbildungsangeboten für Praktiker, Studenten und Fachschüler legte das LVG zu.

Gleichwohl bleibt die ÜbA ein Schwerpunkt:  1054 sächsische Azubis der Berufe Landwirt, Tierwirt, Fachkraft Agrarservice, Fischwirt und Hauswirtschafter absolvierten im abgelaufenen Ausbildungsjahr 148 Kurse. Hinzu kommen 185 Landwirt-Azubis aus Südbrandenburg, die 26 Kurse belegten. Ohne das Hochwasser im Juni wären die Zahlen sogar noch etwas besser geworden: Nachdem sich die Ausrufung des Katastrophenalarms abzeichnete musste ein am 3. Juni begonnener Lehrgang abgebrochen werden. Auch in der folgenden Woche fiel die ÜbA sprichwörtlich ins Wasser.

Die ÜbA-Lehrgänge für Auszubildende sind breit gefächert und reichen von „Reparaturen im landwirtschaftlichen Unternehmen“ über „Tierhaltung“ (Rind oder Schwein) und Bodenbearbeitung bis hin zu „Landwirtschaftliche PC-Anwendungen“. Neu im Angebot waren 2012/13 die hauswirtschaftlichen Lehrgänge „ Milchqualität und –verarbeitung“ sowie „Fleischqualität und –verarbeitung“, wie Sabine Stiezel erklärt. Hierzu konnten die vorhandenen Kapazitäten im Milch- und Fleischlehrkabinett des LVG genutzt werden. Ebenfalls neu war ein Kurs „Milchgewinnung, Melktraining“ für Land- und Tierwirtauszubildende des ersten Lehrjahrs, in dem sich die Teilnehmer  intensiv mit dem Melken sowie mit der einfachen Verarbeitung von Milch beschäftigten.

Ebenso vielfältig war das Programm für Praktiker, die sich in zahlreichen Veranstaltungen in den Themenbereichen Milchproduktion, Rinder-, Schweine sowie Schaf- und Ziegenhaltung, Technik/Reparaturen, Pflanzenbau, Biogas sowie artgerechte Haltung und Verarbeitung weiterbilden konnten. Hinzu kamen die „Fachtage Bau und Technik“ und die „Köllitscher Fachgespräche“, die sich jeweils ausgewählten Themen widmeten.

Außer den 174 ÜbA-Lehrgängen und 84 Weiterbildungsveranstaltungen gingen 14 Prüfungen, die im LVG durchgeführt wurden, sowie zwei Veranstaltungen des Berufswettbewerbs – der Landesausscheid und die Vorbereitung der sächsischen Teilnehmer auf den Bundeswettbewerb – mit in die Statistik ein. Weiterhin finden jährlich acht bis zehn Lehrgänge für ausländische Teilnehmer statt.  Häufig kommen die Studenten von der Hochschule Breslau sowie einer landwirtschaftlichen Schule im tschechischen Děčín. Doch auch andere Schulen aus Polen, Ungarn oder Lettland schicken von Zeit zu Zeit Fachschüler und Auszubildende nach Köllitsch, in der Regel im Rahmen von EU-geförderten Projekten.

Insgesamt zehn Ausbilder betreuen die Köllitscher ÜbA-Kurse. In den Produktionsprozess des LVG sind sie nicht direkt mit eingebunden. „Das stellt sicher, dass sich die Ausbilder uneingeschränkt auf die Lehrgänge konzentrieren können“, betont Sabine Stiezel. Allerdings greifen die Ausbilder bei Arbeitsspitzen in der Produktion auch mit zu.

Nach drei Wochen Sommerpause geht es in Sachen ÜbA und Weiterbildung ab dem 26. August wieder weiter. Zunächst absolvieren Berufsschullehrer eine Vorbereitungswoche in Köllitsch. In der folgenden Woche werden dann wieder die ersten ÜbA-Teilnehmer des neuen Ausbildungsjahres im LVG erwartet.

 

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr