• 2012
  • 08.12.
  • 2012.08.12.

Besamerlehrgang im Sauenstall

Das Tierzuchtgesetz schreibt es vor: Wer im eigenen Schweinebestand künstliche Besamungen vornehmen will, muss einen entsprechenden Lehrgang erfolgreich absolviert haben. Einmal jährlich wird auch im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch in Zusammenarbeit mit dem Mitteldeutschen Schweinezuchtverband ein solcher Kurzlehrgang durchgeführt, als anerkannter Lehrbetrieb erfüllt das LVG eine wichtige Bedingung für die Ausrichtung eines Kurses. Mit den Experten der Abteilung „Tierische Erzeugung“ des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), die in Köllitsch ihren Sitz hat, sind zugleich geeignete Referenten vor Ort. Und nicht zuletzt sind mit dem Lehrlingswohnheim auch Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden – aus seuchenhygienischen Gründen, müssen die Teilnehmer für die Zeit des Kurses in Köllitsch bleiben.

Neun Teilnehmer zählte der diesjährige Kurs, der am Montag begann und Freitagvormittag abgeschlossen wurde. „Beschränkt wird die Teilnehmerzahl durch den vorhandenen Sauenbestand“, erklärt Dr. Roland Klemm, Leiter des Referats Tierzucht/Tierhygiene, unter dessen Regie der Lehrgang lief. Der Kurs habe theoretische und praktische Anteile, es werden Schwerpunkte wie die Schweineproduktion und ihre rechtlichen Grundlagen, Physiologie der weiblichen Geschlechtsorgane beim Schwein, Brunstkontrolle und Besamung, Fütterung und Haltung, Reproduktionsorganisation sowie Zucht- und Zuchtwertschätzung behandelt.

Für den Köllitscher Sauenstall und seine Mitarbeiter stellt der Besamerlehrgang mit seinen Praxisanteilen kein großes Problem dar. „Wir sind Besuchergruppen gewöhnt“, sagt Birgit Bergel, Leiterin des Bereichs Schweine und Schafe. Schließlich werden auch Lehrgänge im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung in Köllitsch durchgeführt. Verändert werden musste allerdings der Termin für die Besamung. Diese findet gewöhnlich nicht erst gegen Wochenende statt. Zur Folge hat der veränderte Termin, dass die Ferkel dieses Durchganges an einem Wochenende zur Welt kommen – und zwar am Osterwochenende.

 

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