• 2012
  • 19.12.
  • 2012.19.12.

Auf Ideensuche für den neuen Stall

Jede Menge Input und Ideen erhofft sich Ondrej Kunze von einer heute stattfindenden Exkursion. Gemeinsam mit der Bereichsleiterin Rinder, Beate Lux, und einigen weiteren Mitarbeitern des Lehr- und Versuchsgutes (LVG) bzw. des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) reist der Leiter des LVG zu einigen sächsischen Spitzenbetrieben der Milchproduktion. Anschauen wollen sich die Köllitscher, wie andere  Betriebe in jüngster Zeit ihre Stallbauprojekte umgesetzt haben. Denn auch Köllitsch will bauen: Die Milchproduktion am Standort soll modernisiert werden und ein „Milchgewinnungszentrum“, sprich: ein Milchviehstall, für 200 Milchkühe neu entstehen. 2013 sollen die Planungen erfolgen, die Umsetzung ist für 2014/15 vorgesehen.

Die Aufgabe des LVG, Lehr- und Demonstrationsbetrieb für die sächsische Landwirtschaft zu sein, bedingt es, dass die Produktionsbedingungen regelmäßig an den Stand der Zeit angepasst werden. Deshalb soll der jetzige Milchviehstall aus dem Jahr 1998 ersetzt werden. „Die Bauphilosophie war damals noch eine andere“, so Ondrej Kunze. Zudem sind teilweise noch weitaus ältere Ställe in Nutzung, die nach heutigem Maßstab die Bewirtschaftung erschweren. „Prämissen des Neubaus sind, dass der Stall auch für die Ausbildung und die angewandte Forschung genutzt wird und eine rationelle Bewirtschaftung gezeigt werden kann.“ Der alte Stall wird im Zuge der Modernisierung zum Jungrinderstall umgestaltet.

Vorgesehen ist nach aktuellem Planungsstand, ein mehrgebäudiges Stallsystem zu bauen. Ein Gebäude soll als üblicher Kaltstall konzipiert sein, wo ein Melksystem installiert wird, das zu Ausbildungszwecken je zur Hälfte aus einem Fischgrätenmelkstand und einem Side-by-Side-Melkstand besteht. In einem weiteren Gebäude soll die Automatisierung der Milchproduktion mit Melkrobotern, automatischem Fütterungssystem usw.  demonstriert werden.

Im Zuge des Neubaus ist außerdem die Erweiterung der Güllelagerkapazitäten für neun Monate angedacht. „Damit wollen wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen, die Gülle zum optimalen Zeitpunkt ausbringen zu können“, erklärt der LVG-Leiter. Mit dem Bau drei neuer Flachsilos will das LVG die Futterverfügbarkeit in Standortnähe verbessern.

Umschauen wollen sich die Köllitscher nicht nur im Freistaat. Im Frühjahr ist eine weitere Exkursion geplant, die nach Norddeutschland und in die Niederlande führen wird.

 

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr