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  • 06.09.
  • 2017.06.09.

Ab in den Mais

© Karsten Bär

Im LVG Köllitsch beginnt dieser Tage die Silierung der Futterpflanze, die in diesem Jahr auf rund 120 ha wächst

Mit der Reinigung der Fahrsilos und einigen notwendigen Ausbesserungen an ihnen hat sich das Lehr- und Versuchsgut (LVG) Köllitsch vergangene Woche auf den Start der Maissilierung vorbereitet. Dieser Tage (nach Redaktionsschluss) ging es mit dem Häckseln los. Die Futterpflanze wächst dieses Jahr auf 123 ha, was ein Wert im oberen Bereich des üblichen Anbauumfangs  ist. Zumindest optisch verspricht der Mais in diesem Jahr einen guten Ertrag. „Aber darüber sollte man eigentlich erst reden, wenn alles unter Dach und Fach ist“, hält sich Betriebsleiter Ondrej Kunze mit Optimismus zurück.

Ein Teil des Ertrages ist für den Verkauf an einen Nachbarbetrieb vorgesehen. Von rund 40 ha will man den Mais noch vom Feld aus abgegeben. Was von den restlichen 80 ha geerntet wird, kommt ins eigene Silo. Damit ist man, einschließlich der noch vorhandenen Vorräte, gut mit Futter für das Milchvieh des Betriebes eingedeckt. Körnermais zu dreschen, ist nach derzeitigem Stand nicht vorgesehen.

Die Maissilierung wird auch Ergebnisse von zwei Versuchsanstellungen liefern. So hat man auf einer Fläche auf einzelnen Streifen verschiedene Pflanzenschutzvarianten durchgeführt. Das soll Aufschluss darüber bringen, ob mechanische Unkrautbekämpfung vergleichbare Ergebnisse erzielt wie chemische Pflanzenschutzbehandlungen. „Optisch ist kein Unterschied zu erkennen“, so Kunze. „Aber erst über die Ertragskartierung werden wir das genauer auswerten können.“

Ein zweiter Versuch betrifft die Bodenbearbeitung: Hier wird der Ertrag einer gepflügten Teilfläche mit dem einer Strip-Till-Teilfläche, in die Gülledepots eingebracht worden waren, verglichen. Während hier anfangs die Strip-Till-Variante besser aussah, sind jetzt ebenfalls keine Unterschiede mehr zu erkennen. Auch hier soll die Ertragskartierung belastbare Ergebnisse liefern.

Der Mais wird die nächsten Tage die Feldbauarbeiten in Köllitsch bestimmen. Danach geht es mit der Aussaat der Wintergerste weiter. Der Raps ist auf 100 ha bereits im Boden; auch hier über Versuchsanstellungen teils in verschiedenen Anbauvarianten.

Siliert worden ist weiterhin die Luzerne, die auf 31 ha wächst. Der dritte Schnitt vom Ackergras war aufgrund der vorangegangenen Trockenheit weniger gut zum Silieren geeignet. Von 45 ha konnte jedoch Heu von erfreulich guter Qualität gewonnen werden.

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