• 2014
  • 11.07.
  • 2014.11.07.

Zwischenstopp nach Ernteauftakt

© Wolfgang Herklotz

Ingo Protze ist mit dem bisherigen Ernteergebnis zufrieden.

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Der Erntestart war verheißungsvoll. Am Donnerstag vergangener Woche ging es rund um Schwante in die Wintergerste, deren Feuchtigkeit zwischen 14 und 15 % lag.  Bei hochsommerlichen Temperaturen konnte auch an den nachfolgenden Tagen gedroschen werden, so dass bis Montag abend die Gerste auf 135 Hektar vom Halm war. Mit dem Zwischenergebnis ist Ingo Protze, zuständig für den Feldbau, zufrieden. „Der Hektarertrag liegt zwischen 65 und 73 Doppelzentnern, die Qualität ist gut.“ Allerdings musste der Mähdrescher pausieren, als  am Montag abend dann zum Teil heftige Regenschauer einsetzten.

Allein am Dienstag fielen rund 60 Liter pro Quadratmeter. Die anhaltenden Niederschläge sorgten für Lagerbildung bei Weizen und Roggen. Dennoch gibt sich Protze gelassen. „Das Wetter soll sich in den nächsten Tagen wieder bessern, voraussichtlich ab Freitag werden wir wieder dreschen können.“ Dann soll noch die Gerste auf rund 60 Hektar vom Feld geholt werden ( Dienstleistung für den benachbarten Betrieb), bevor der Raps geerntet wird. Die bisher geerntete Gerste ging vom Feld in den Verkauf, rund 50 Tonnen hingegen wurden eingelagert. Sie werden je nach Bedarf als Futter verwendet oder in der Biogasanlage verwertet.

Die witterungsbedingte Zwangspause bringt den Zeitplan für die diesjährige Ernte nicht durcheinander, zumal diese  bereits eine Woche früher als üblich begann.  Protze, seit 1988 im Schwantener Betrieb und gelernter Landmaschinentraktorenschlosser, hat da schon ganz andere Situationen erlebt. „Vor ein paar Jahren hatten wir so miserables Wetter, dass der Mähdrescher immer nur ein paar Stunden im Einsatz war. Es gab immer wieder neue Regenschauer, so dass wir das Getreide regelrecht vom Feld stehlen mussten.“

Leerstand gibt es im Betrieb ohnehin nicht, weil immer etwas zu tun ist. So wie an diesem Donnerstag vormittag, wo der Bau einer festen Koppel mit Eichenpfählen ansteht. Den Färsen und Trockenstehern wird eine neue Weidefläche zugewiesen. „Die muss ordentlich gesichert sein, damit sich die Damen nicht selbstständig machen“, erklärt Ingo Protze lächelnd.

Wolfgang Herklotz

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