• 2016
  • 17.08.
  • 2016.17.08.

Zum Erntefinale eine traurige Nachricht

René Bergling und Norbert Renn stehen im Weizenschlag

Messung Feuchtegehalt im Weizenschlag © Sabine Rübensaat

Können wir dreschen? René Bergling und Norbert Renn messen am Mittwoch vergangener Woche den Feuchtegehalt im Weizenschlag.

Zum Erntefinale eine traurige Nachricht

 

<< Weizenkörner machten Hoffnung. Schlagweise konnten bis zu 80 Dezitonnen vom Hektar geerntet werden. © Sabine Rübensaat



Es gab nur wenige Tage, wo der Mähdrescher mehrere Stunden hintereinander im Einsatz war, berichtet Geschäftsführer Thomas Richter. „Oftmals waren es sehr regionale Schauer, die heruntergingen. So wie am Mittwoch vergangener Woche, wo es in Schwante kräftig geregnet hat, in Vehlefanz nur ein paar Kilometer weiter aber nicht.“ Allerdings konnte auch dort nur zwei Stunden gedroschen werden, bis sich die nächste Regenwolke entlud. „So etwas nervt“, meint Richter.

Zuletzt noch Roggen zu dreschen

>> Fuhre um Fuhre rollte auf den Hof. © Sabine Rübensaat


Zwar gelang es dann am Sonntag, den Weizen auf den letzten Hektar vom Feld zu holen. Die Kultur sorgte zumindest schlagweise für ein Aufatmen, weil auf den guten Standorten ein Ertrag von bis zu 80 Dezitonnen pro Hektar zu Buche stand. Im Schnitt werden es aber etwa 68 bis 69 dt/ha sein, schätzt der Geschäftsführer. „Damit können wir zufrieden sein. Es war klar, dass wir an das sehr gute Vorjahresergebnis nicht herankommen.“ Auch die Qualität könne sich sehen lassen, allerdings lägen noch nicht alle Abrechnungen vor. Im Gegensatz zum Weizen war am Wochenanfang Roggen nach von 40 Hektar im Auftrag der SL Gartenbau GmbH zu ernten. Richter gibt sich aber zuversichtlich, dass dies am Dienstag, also zum Redaktionsschluss, abgeschlossen werden kann.


Ein großer Verlust

Eine schreckliche Nachricht, die für große Betroffenheit sorgte, erreichte vor wenigen Tagen das Team. Herdenmanager Marion Brendicke, seit 20 Jahren im Betrieb, war am 4. August an Herzversagen verstorben. „Ein herber Schlag und ein großer Verlust für uns alle,“ betont Thomas Richter. Denn Mario Brendicke habe sich sehr engagiert und eigenständig um den Bereich Milchproduktion gekümmert und entscheidenden Anteil daran, dass Schwante als Herdbuchbetrieb für die RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH zuverlässige Zuchtinformationen liefert. Auf Betreiben des Herdenmanagers sei auch das geplante Stallneubauprojekt in Schwante entstanden. Der plötzliche Tod riss eine große Lücke, die so schnell nicht geschlossen werden kann, versichert Richter. „Wir mussten unsere Abläufe im Stall kurzfristig ändern, können momentan nur zweimal am Tag melken, was einen sofortigen Leistungsabfall zur Folge hat.“ Am vergangenen Freitag wurde Marion Brendicke unter großer Anteilnahme beigesetzt. An der Trauerfeier nahmen viele RBB-Mitarbeiter sowie Freunde und Kollegen aus dem Betrieb teil. „Unser tiefes Mitgefühl galt der Familie. Wir haben deutlich gemacht, dass wir trotz aller aktuellen Probleme wie der Preismisere an der Milchproduktion festhalten werden. Das sind wir Mario schuldig!“

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