• 2015
  • 23.09.
  • 2015.23.09.

Wie ein Länderspiel

© Wolfgang Herklotz

Das Häckselgut wird im Silo ordentlich verdichtet.

Bildergalerie: Wie ein Länderspiel


Als „regelrecht bescheiden“  bezeichnet Geschäftsführer Thomas Richter die bisherigen Ergebnisse beim Maishäckseln, das seit dem 9. September  im Gange ist. „Während wir im Vorjahr  auf  denselben Standorten rund 370 Doppelzentner vom Hektar holen konnten,  sind es jetzt rund 100 weniger.“  Zwar kommt dieser Tage der Häcksler auf den besseren Standorten rund um Schwante zum Einsatz, wo sich wieder gewohnte Erträge abzeichnen. „In Summe werden wir aber an das Vorjahresergebnis nicht anknüpfen können“, meint Richter. Dennoch wird die Ernte ausreichen, um das Milchvieh und die Biogasanlage gut zu versorgen. Es muss weder zugekauft noch auf die vorsorglich angelegte Reserve von  500 Tonnen Roggen zurückgegriffen werden. Um auch die erforderliche Qualität zu sichern, kommen die Siliermittel bonsilage und silasil energy von Schaumann zum Einsatz. Mit denen haben die Schwantener gute Erfahrungen gemacht, um den Gärprozess stabil zu halten und eine hohe Energieausbeute zu sichern. Als eine richtige Entscheidung erwies sich auch der Kauf eines dritten Krampe-Muldenkippers. Diese Technik eignet sich wesentlich besser als das altgediente Vorgängermodell HW80, um das Häckselgut rasch und verlustlos vom Feld ins Silo zu transportieren. „Das läuft jetzt wie beim Länderspiel“, versichert der Geschäftsführer.

Abstecher nach Mühlengeez

Am Freitag voriger Woche  wurde der Reigen der Herbstbestellung fortgesetzt. Nach dem Raps, der bereits auf 210 ha gut aufgelaufen ist, drillt das Feldbauteam aus Schwante nun Weizen (210 ha). Danach ist Gerste (190 ha) an der Reihe. „Mit der Maisernte und Herbstbestellung liegen wir gut im Terminplan, deshalb war auch Zeit für einen Abstecher nach Mühlengeez zur MeLa“, berichtet Thomas Richter. Von besonderem Interesse war die dort reichlich präsentierte Landtechnik. Denn der vor drei Jahren mit dem Landtechnikhändler  BLT abgeschlossene Vertrag über die  Miete des Claas-Mähdreschers Lexion 670 läuft bald aus. Da ist es an der Zeit, sich nach möglichen Alternativen umzuschauen, meint Thomas Richter. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.“

Premiumförderung im Blick

Was angesichts der aktuellen Milchpreismisere einen noch höheren Stellenwert bekommt. Bei  dem derzeitigen  Grundpreis von 24 Cent je Liter wird die Milchproduktion auch in Schwante zum Minusgeschäft. Der  geplante Stallneubau mitsamt Eiscafe´ soll dennoch im kommenden Jahr umgesetzt werden. Allerdings wurde jetzt das Bauantragsverfahren überarbeitet, um die Haltungsbedingungen noch zu verbessern.  Ziel ist es, Tierwohl auf besonders hohem Niveau zu sichern, erklärt Geschäftsführer Richter.  „Wir möchten damit zugleich die sogenannte Premiumförderung nutzen, die höhere Investitionszuschüsse  bietet.“  Auf staatliche Hilfen zu hoffen, damit sich der Milchpreis wieder stabilisiert, sei aber der falsche Weg. „Jetzt kommt es vor allem darauf an,  den Milchmarkt zu entlasten. Dazu können alle  Milchbauern beitragen, indem sie die Mengen reduzieren.“

 

 

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr