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  • 2014.15.05.

Viel Komfort fürs Milchvieh

© Wolfgang Herklotz

Herdenmanager Mario Brendicke. Im Hintergrund der für die Milchkühe reichlich vorhandene Auslauf auf Tiefstreu.

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Die Milchproduktion ist ein wichtiges Standbein des Schwantener Betriebes. Seit Oktober 2011 lädt die Milchtankstelle auf dem Hofgelände dazu ein, das frische Elixier selbst zu zapfen. Gut angenommen wird auch das daraus produzierte Eis. Für ständigen Nachschub sorgen 195 Milchkühe.

Gesundheit steht obenan

Die aktuelle Milchleistung liegt derzeit bei mehr als 10 200 kg je Kuh und Jahr, berichtet Herdenmanager Mario Brendicke. „Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Doch im Vordergrund stehen Tiergesundheit und Komfort.“ Deshalb ist geplant, im Frühjahr kommenden Jahres einen neuen Außenklimastall zu errichten. Dieser wird Tiefliegeboxen mit einem Stroh-Kalk-Gemisch enthalten und eine Fläche von rund 3 200 Quadratmetern einnehmen. Den Kühen wird viel Bewegungsfreiheit geboten, wenngleich auch jetzt schon reichlich Auslaufmöglichkeiten auf Tiefstreu bestehen. Vorgesehen ist der Einsatz von vier Melkrobotern. „Vielleicht wird auch die Fütterung automatisch sein“, überlegt Brendicke, der sich gemeinsam mit Geschäftsführer Thomas Richter demnächst eine Modellvariante in Holland anschauen will.

Kleines Zeitfenster

Für das Stallbauprojekt sorgt das in Potsdam-Mittelmark ansässige Planungsbüro Thorwirt, im Juni soll der Bauantrag gestellt werden. Besondere Attraktion wird ein dem neuen Stall vorgelagertes Eiscafé sein, von dem aus das Melkgeschehen verfolgt werden kann. Der Komplex wird an der Stelle entstehen, wo sich derzeit noch ein Gebäude befindet, in dem während der kalten Jahreszeit die Trockensteher und Färsen untergebracht sind. „Wir haben deshalb nur ein kleines Zeitfenster, um das alte Gebäude abzureißen und den neuen Stall zu errichten“, erklärt Brendicke.

Alter Grundsatz aktuell

Das Baugeschehen darf keinesfalls zulasten der Kühe gehen, die sensibel auf Stress und Veränderung reagieren. Deshalb achten Geschäftsführer Thomas Richter und Herdenmanager Brendicke streng darauf, dass auch nötige Futterumstellungen sehr vorsichtig erfolgen. Wird ein neues Silo angeschnitten, werden die Rationen mit dem bisherigen Futter gemischt, damit sich die Wiederkäuer eingewöhnen können. Ohnehin richten sich die Partien nach dem jeweiligen Bedarf der Hoch- beziehungsweise Niederleistungskühe, Frischabkalber und Trockensteher. Zum Einsatz kommen Gras-Maissilage, Heu, Stroh, Zusätze an Eiweiß  und Mineralien sowie eine spezielle hofeigene Futtermischung. Diese enthält Triticale, Soja und Mineralien. „Die Kuh melkt durchs Maul. Diesen alten Grundsatz halten wir hoch“, versichert Brendicke.

Wolfgang Herklotz

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