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  • 23.09.
  • 2016.23.09.

Trockenheit fordert ihren Tribut

© Yvonne Brendicke

Maisernte voll im Gang. René Bergling auf dem Häcksler befüllt den Anhänger von Heiko Thieles Gespann.

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Hatten die Schwantener noch während der Getreideernte vor wenigen Wochen einige Probleme mit viel zu viel Niederschlag, gilt derzeit das Gegenteil. „Die letzten vier Wochen waren einfach zu trocken.“  Das Ergebnis: unterdurchschnittliche Erträge beim Mais, den die Mitarbeiter der LSV Landwirtschafts GmbH seit Montag vergangener Woche vom Acker holen. „Bei den leichteren Flächen, die wir zuerst abgeerntet haben, haben wir etwa 110 dt TS/ha. Normal ernten wir hier etwa 140.“ Während aber dieser Mais für die Fütterung der Kühe gedacht ist, stehen auf den restlichen Flächen die Pflanzen für die Biogasanlage. Und auf deren Ernte, die am Freitag begonnen hat, blickt Thomas Richter dann auch etwas optimistischer.  „Da könnten wir, trotz der Trockenheit, auf die normalen Erträge kommen. Energie ist genug drin, die Kolben stehen gut.“

Doch auch abseits der Silomaisernte fordert die anhaltende Trockenheit ihren Tribut – zum Beispiel beim Drillen. „Wir werden dieses Jahr alles pfluglos machen.  Aufgrund der Trockenheit kommen wir kaum in den Boden rein. Und selbst wenn, würden wir dadurch nur noch die letzten Reste Feuchtigkeit rausholen“,  erklärt Richter den völligen Verzicht auf den Pflug, der in normalen Jahren zumindest auf einem Drittel der Schwantener Ackerflächen zum Einsatz kommt.  Und die neue Aussaat gibt ihm Recht, denn sie hat bislang am fehlenden Wasser keinen großen Schaden genommen. Bereits Ende August hatte der Landwirtschaftsbetrieb Winterraps und –weizen gedrillt, demnächst soll nun auch die Gerste folgen. Etwas Regen kurz nach dem Ausbringen der Körner und kleine, örtliche Schauer am vergangenen Wochenende lassen den Landwirt hoffen „Es hat ein paar Millimeter geregnet.  Ich bin am Sonntag rumgefahren und habe mir den Raps angeschaut. Jetzt kommt er etwas. Ich hoffe, dass er vernünftig aufläuft.“  Doch trotz dieser kleinen, vereinzelten Schauer  bleibt Thomas Richter dabei: „Regnen müsste es unbedingt.“

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