• 2014
  • 17.07.
  • 2014.17.07.

Stippvisite in Holland

© Thomas Richter

Auf Erkundungstour: Herdenmanager Mario Brendicke.

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„Wir konnten uns so ein eigenes Bild machen, wie Technik und Ausstattung  funktionieren“, berichtet Thomas Richter. Wichtig war aber auch, dass es sich  um Ställe für 240 Kühe handelte, die von vier Robotern gemolken werden. Also um genau die Größenordnung, die den Landwirten aus Schwante für ihr Stallbauprojekt  vorschwebt.    Dafür gab es jede Menge Anregungen.  „Wir haben interessante Detaillösungen wie die pfiffig gestalteten Behandlungsboxen gesehen. Beeindruckt hat uns aber auch das automatische Futtersystem Vector“, meint Thomas Richter. Dieses sichert, dass die Kühe sechsmal am Tag mit frischem Futter versorgt  werden. Die Futtertische sind außen angeordnet, die Roboter erkennen, wo Bedarf ist  und sorgen sofort für Nachschub. Die  eingesetzten Melkroboter  vom Typ Lely Astronaut  4 wiederum sind sicher zu handhaben und kaum störanfällig. Das bestätigten zumindest die holländischen Berufskollegen  ihren Besuchern aus Deutschland. Ständig ablesbar sind die Melkleistungen pro Tier, aber auch die „Blinddurchgänge“. Die Technik einschließlich des Futtersystems macht es möglich, dass ein Mitarbeiter die 240 Kühe melken und versorgen kann.

 „Wir wissen jetzt eine Menge mehr über die Robotertechnik von Lely, werden uns aber noch bei weiteren Anbietern informieren“, erklärt Thomas Richter. Schließlich soll es eine Ausschreibung  geben, bei der nicht das preisgünstigste, sondern das überzeugendste Angebot den Zuschlag erhält. Dies ist Voraussetzung, um Fördermittel über das Agrarinvestitionsprogramm zu bekommen. Eine praktische Konsequenz hat der Lely-Besuch aber  bereits, gesteht Thomas Richter. „Wir sind ernsthaft am Überlegen, ob wir uns nicht lieber für Spaltenböden im künftigen Stall entscheiden. Die sind zwar etwas teurer, aber erfordern einen geringeren Aufwand als die Schieberentmistung . Das haben wir bei  unseren Besuchen erfahren.“ In den nächsten zwei Wochen soll es eine Beratung mit dem zuständigen Ingenieurbüro in Potsdam geben, um die Details zu besprechen. Im September muss dann der Bauantrag für den neuen Stall eingereicht werden. „Ich denke, durch unsere Reise sind wir schon ein gutes Stück weiter gekommen“, versichert Thomas Richter.

Wolfgang Herklotz

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