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  • 15.04.
  • 2014.15.04.

Schritt für Schritt Erneuerung

© Wolfgang Herklotz

Thomas Richter eröffnete das Hoffest zusammen mit Erntekönigin Jennifer Prahl, Malte Voigts, Bürgermeister Peter Leys und André Krötz (v. l.).

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Für Geschäftsführer Thomas Richter steht der neue Milchviehstall bereits, zumindest  in Gedanken. „Ein gut durchlüftetes Gebäude, das den Kühen viel Komfort bietet und mit Melkrobotern ausgestattet ist. Der Clou wird aber ein Café an der Vorderseite des Stalles sein, von dem aus die Besucher beim Melken zuschauen können, während sie hofeigene Eisprodukte genießen.“ Noch ist es freilich nicht so weit.  Der Baustart für die millionenschwere Investition ist für April kommenden Jahres geplant. Einen wichtigen Schritt dahin hat die LSV Schwante GmbH aber bereits jetzt getan. Mit einem zünftigen Hoffest am ersten Aprilwochenende startete der Betrieb aus dem Landkreis Oberhavel die Produktion von hofeigenem Speiseeis.

Eine dazu eigens angeschaffte Eismaschine kann bei voller Auslastung in acht Stunden bis zu 300 Liter Eis produzieren. Dieses wird in zehn verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten und freitags bis sonntags im Café auf dem Hofgelände verkauft. In Kürze soll in der Milch-Tankstelle am Hofeingang, wo man Rohmilch selber zapfen kann, ein weiterer Automat stehen. Jener gibt dann auf Knopfdruck und gegen Zahlung von zwei Euro einen Becher Fruchteis heraus. Dieses konnten Hunderte Besucher bereits zum Hoffest verkosten. Sie nutzten zugleich die Gelegenheit,  sich auf dem Hofgelände umzuschauen. Beim Stallrundgang informierte Herdenmanager Mario Brendicke über die Milchproduktion als wichtigem Standbein des Unternehmens. „Wir melken dreimal täglich, die Herdenleistung der Kühe im Jahr liegt bei fast 11 000 kg je Tier.“ Zum Betrieb, der 1 017 Hektar Ackerland  und 143 Hektar Grünland bewirtschaftet, gehören zugleich 420 Sauen- und 2 400 Mastplätze sowie 84 Mutterkühe und 35 Wasserbüffel, die von einer Tochtergesellschaft gehalten werden. Nicht zuletzt verfügen die Schwantener Landwirte über eine Biogasanlage mit einer Leistung von 537 kW. Diese war 2006 errichtetet worden. Weitere Investitionen erfolgten in die Tierhaltungt. „Unser Kurs zeigt klar auf Erneuerung, aber wir machen das Schritt für Schritt“, erklärte Thomas Richter.  Bei der Vermarktung regionaler Produkte arbeiten die Schwantener eng mit anderen Betrieben der Region zusammen. Nicht von ungefähr eröffnete Richter das Hoffest zusammen mit  Malte Vogts und André Krötz, Geschäftsführer des Spargelhofs Kremmen und der SL Schwanteland GmbH, aber auch mit Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz. Dessen Backspezialitäten haben einen guten Ruf nicht zuletzt auch deshalb, weil er das Mehl vom traditionellen, aber selten gewordenen Champagnerroggen verarbeitet. Dieser wird  auf seinen Wunsch hin in Schwante angebaut.

Besucherattraktion zum Hoffest war eine Schrotmühle aus dem Jahre 1954. Sie funktioniert noch, angetrieben von einem 12 PS starken Schlepper Baujahr 1959. Die Treckerfans aus Vehlefanz konnten weitere Raritäten präsentieren, während der Schwantener Agrarbetrieb mit einem hochmodernen Claas-Schlepper mit 400 Pferdestärken und einer drehbaren Fahrerkabine aufwartete. Wer Lust hatte, konnte darin Platz nehmen und sich ein Stück von Uwe Dietrich chauffieren lassen. Was den dreijährigen Laurenz schwer beeindruckte, der mit seinem Vater Laszlo Schneider gekommen war. Klarer Fall, was Laurenz später mal werden will ...         

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