• 2014
  • 07.08.
  • 2014.07.08.

Rekord bei Roggen nach Raps

© Wolfgang Herklotz

Am Mittwoch konnte wieder zügig gedroschen werden.

Zur Bildergalerie: Rekord bei Roggen nach Raps

Zum Wochenanfang liefen die Druscharbeiten eher verhalten an, weil zum Teil gewittrige Regenschauer niedergegangen waren. Erst Montag nachmittag konnte die Roggenernte fortgesetzt werden. Auch am Dienstag gab es Verzögerungen, bis die knapp 22 Hektar große Fläche endlich geräumt war.  Dafür glaubte dann Geschäftsführer Thomas Richter seinen Augen nicht zu trauen, als er die Ertragszahlen sah. „Wir haben im Schnitt fast 84 Doppelzentner vom Hektar geerntet, das ist eines unserer besten Ergebnisse!“ Die Fläche zwischen dem Autobahndreieck Havelland und dem Dorf Klein-Ziethen war mit Hybridroggen der Sorte Brasetto bestellt worden, die eine gute Ertragssicherheit und Standfestigkeit sowie Resistenz vor allem gegen Mehltau verspricht.

Vorfahren würden staunen

Im Vorjahr hatten die Landwirte aus Schwante hier Raps angebaut. „Der hat einen hohen Vorfruchtwert  nicht nur für Weizen, sondern eben auch für Roggen und Gerste“, kommentiert Geschäftsführer Richter und verweist zugleich darauf, dass auf der Roggenfläche noch Gärsubstrate ausgebracht worden waren. Denn sonst ließen sich auf den sandigen Böden mit einer Wertzahl zwischen 23 und 24 kaum solche Erträge erzielen. Immens ist auch die hier angefallene Strohmenge. Exakt 529 Rundballen mit einem Durchmesser von 1,60 m produzierte Heiko Thiele mit seiner Strohpresse. Solch ein Ergebnis hat er, obwohl seit 33 Jahren im Schwantener Betrieb, noch nicht eingefahren. „Unsere Vorfahren würden staunen, was wir heutzutage von den Böden runterholen.“ Allerdings ist damit der Eigenbedarf des Betriebes noch längst nicht gedeckt, denn der liegt zwischen 3 500 und 4 000 Ballen.

Bis Sonntag vom Feld?

Am Mittwoch war dann endlich wieder „vernünftiges Erntewetter“. Es ging in den benachbarten, rund 30 Hektar großen Roggenschlag, der Erträge zwischen 70 und 75 dt/ha verspricht. René Bergling und die beiden Abfahrer Uwe Dietrich und Norbert Renn waren von Mittag an bis in die späten Abendstunden unterwegs, um das Getreide zu dreschen und abzufahren. Am Donnerstag vormittag stehen dann noch Roggen auf 100 Hektar und Weizen auf 140 Hektar auf dem Halm. Darin eingeschlossen sind die Kulturen der Schwanteland GmbH, die in Lohnleistung gedroschen werden. Geschäftsführer Richter hofft, dass zumindest der Roggen bis zum Sonntag vom Feld ist. „Da muss aber auch das Wetter mitspielen. Wenn es wieder Regenschauer gibt, schaffen wir das nicht.“ Immerhin soll ab Freitag zusätzliche Erntetechnik, eine Vorführmaschine der Firma John Deere, bereitstehen.

Champagner-Roggen für den Bäckermeister

Richter geht davon aus, dass in den nächsten Tagen auch der eigens für Bäckermeister Plentz aus Schwante auf sieben Hektar angebaute Champagner-Roggen gedroschen werden kann. Dieser dürfte jetzt die für Brotgetreide nötige Qualität haben. Jenem hohen Anspruch muss aber nur die besagte Partie genügen, da der Roggen fast ausschließlich genutzt wird, um die Milchkühe und die Biogasanlage zu versorgen. Die Woche wurde noch genutzt, um Mist zu streuen und Gärreste auszubringen und sie auf 30 bzw. 45 Hektar gleich einzuarbeiten. „Damit bereiten wir unseren Zwischenfruchtanbau vor, der in der kommenden Woche starten soll“, informiert Geschäftsführer Richter.

Wolfgang Herklotz

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr