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  • 08.06.
  • 2016.08.06.

Mais macht Hoffnung, Milchpreis nicht

© Yvonne Brendicke

Seit Pfingsten wird am Wochenende im neuen Pavillon Eis verkauft.

Bildergalerie: Mais macht Hoffnung, Milchpreis nicht

Zum Einsatz kam die neue Einzelkornsämaschine Maestro der Firma Horsch. In die Neuanschaffung hatten sich die  Landwirte aus Schwante mit ihren Berufskollegen aus dem Nachbarbetrieb in Eichstädt geteilt. „Wir sind angenehm überrascht, wie präzise diese Technik arbeitet. Das zeigt sich nicht nur an der exakten Ablage, sondern auch daran, dass wir  genau die anvisierte Menge an Saatgut und Dünger verbraucht haben.“ Obwohl zuerst die  Flächen rund um  Eichstädt versorgt wurden, lief der später gelegte Mais bei Schwante schneller auf. Die Bedingungen dafür waren offensichtlich besser, meint Richter. Zufrieden ist er ebenso mit der Entwicklung auf dem Grünland. Der  erste Schnitt erfolgte in der zweiten Maidekade, nachdem die Bestände den erforderlichen Rohfasergehalt  und die Zuckerwerte für die Silage auswiesen. „Wenn die Witterung mitspielt, können wir nächste Woche den zweiten Schnitt vornehmen“, freut sich der Geschäftsführer.

Genügend Grassilage

Wenig Anlass zur Freude bietet hingegen der aktuelle Milchpreis, der auf einen neuen Tiefstand von 18 Cent je Kilo abgestürzt  ist. Die Versorgung der Wiederkäuer darf aber nicht darunter leiden. Um die durchschnittliche Herdenleistung von über 10 000 kg je Kuh und Jahr zu sichern, wird energiereiches Futter vorgelegt. Zugute kommt den Landwirten aus Schwante, dass sie über ausreichend hofeigene Grassilage verfügen.  Diese hat einen hohen Eiweißgehalt, so dass nur ein geringer Anteil von Soja zugeführt werden muss. Zudem wird Roggen aus eigener Ernte der Ration beigemischt. Trotz der Milchpreismisere wollen die Landwirte an ihrem Stallneubauprojekt festhalten. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der ursprünglich geplanten 240 Plätze reduziert werde, um Kosten zu sparen, meint Thomas Richter.  Fest steht  dagegen, dass die Sauenhaltung  des Betriebes ihrem Ende entgegen geht. In diesen Tagen werden die letzten Sauen besamt, Ende November dürfte dann der Stall leergeräumt sein. Ob die Schweinemast weitergeführt  oder verpachtet wird, ist noch ungeklärt. Wie Geschäftsführer Richter versichert, hab es bereits mehrere Angebote von Interessenten gebeten.  „Die prüfen wir in aller Ruhe.“ Zwar habe sich in letzter Zeit der Mastschweinpreis weder erholt, doch bei den Läufern zahle man nach wie vor kräftig drauf. „Diese Situation muss ein Ende haben.“

Wasserbüffel auf Weidegang

Längst eingeläutet wurde das jahreszeitlich bedingte  Ende der Stallzeit für die Jungrinder, Trockensteher und Färsen, aber auch Wasserbüffel. Sie weiden wieder auf den Flächen rund um Schwante und Vehlefanz, so auch in unmittelbarer Nachbarschaft der Milchtankstelle. Dieser unmittelbar  gegenüber  steht ein zu Pfingsten errichteter  Pavillon. Er wurde preisgünstig erworben, stellt aber eine Besonderheit dar. Die Fenster stammen aus der Villa der Boxlegende Max Schmeling, versichert Geschäftsführer Richter.  „Und das Eis, das wir hier an den Wochenenden anbieten, stammt definitiv aus der Milch unserer Kühe!“

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