• 2017
  • 05.07.
  • 2017.05.07.

Land unter nach heftigen Schauern

© Wolfgang Herklotz

Unter Wasser steht diese Weidefläche am Ortseingang von Schwante.

Innerhalb von 24 Stunden fielen mehr als 200 Liter pro Quadratmeter, berichtet Geschäftsführer Thomas Richter.  „Solche Wassermengen kann kein Boden mehr aufnehmen. Es hat gegossen ohne Ende, einfach katastrophal!“ Da lagen die Nerven blank, zumal  es auch an den folgenden Tagen immer wieder regnete.  Von den knapp 20 ha Weidefläche am Ortseingang von Schwante stand noch Anfang dieser Woche fast die Hälfte unter Wasser.

Die Mutterkühe des Betriebes müssen mit Futter versorgt werden. © Wolfgang HerklotzWeil die Mutterkühe des Betriebes nicht umgesetzt werden konnten,  muss zugefüttert werden. Welchen Schaden die Getreidebestände genommen haben, lässt sich derzeit noch nicht beurteilen. Zwar steht die die Wintergerste noch, aber Roggen und Weizen sind teilweise  schon ins Lager gegangen. Thomas Richter: „Das ganze Ausmaß wird sich erst noch zeigen.“  Laut Wetterprognose bleiben Niederschläge in den  nächsten fünf Tagen zumindest aus, doch es ist fraglich, ob die Bestände in dieser Zeit abtrocknen und der Boden wieder befahrbar ist. In jedem Fall war es eine richtige Entscheidung, für dieses Jahr wieder einen Mähdrescher mit Gummiketten, den Terra Trac von Claas, zu mieten, schätzt der Geschäftsführer ein. „Wir hatten vor zehn Jahren eine ähnlich schwierige Situation. Ohne diese spezielle  Technik hätten wir keine Chance gehabt, auf die Flächen zu kommen.“  Doch selbst wenn das in ein paar Tagen gelingen sollte, ist doch mehr als fraglich, ob die Gerste noch gut geborgen  werden kann. „Ich mache mir Sorgen, dass wir beim Hektolitergewicht Einbrüche hinnehmen müssen“, bekennt Richter.

Wartung statt Einsatz: René Bergling bereitet den mit Gummiketten versehenen Mähdrescher vor. © Wolfgang HerklotzEin Trost in schweren Stunden: In die Schweinemastanlage am Rande von Schwante zieht dieser Tage neues Leben ein. Die ersten Schweine  konnten hier am Dienstag eingestallt werden, nachdem die Anlage in den vergangenen zwei Wochen repariert und gründlich desinfiziert wurde. Neuer Betreiber ist die Wentowsee Agrar GmbH aus Altlüderstorf, die den Komplex gepachtet hat. „Wir sind froh, dass das zu annehmbaren Konditionen für beide Seiten geschieht und dass es weitergeht“, betont Thomas Richter.  „Vielleicht bringt uns das Borstenvieh ja noch Glück. Für die Ernte in diesem Jahr können wir das allemal gebrauchen!“

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