• 2017
  • 01.06.
  • 2017.01.06.

Junior Champion aus Vehlefanz

© Wolfgang Herklotz

Lena (l.) und Luca waren beim Jungzüchterwettbewerb erneut sehr erfolgreich.

So war es auch auf der jüngsten Schau vom vergangenen Wochenende. An zwei Tagen maßen die Mädchen und Jungen ihr Können beim Bewerten und Vorführen der Tiere. Die LSV Landwirtschafts GmbH hatte wie in den Vorjahren zum Gelingen des Ausscheids beigetragen. Sie stellte nicht nur sieben Kälber und Jungrinder zur Verfügung, sondern bot auch in den vorangegangenen Wochen hier dem Nachwuchs die Gelegenheit, sich für den Wettkampf fitzumachen.
 

Rinderzucht im Blut

Traditionell gehörten auch Lena (15) und Luca Brendicke (13) aus Vehlefanz zu den Teilnehmern. Die Schwestern  hatten schon frühzeitig Kontakt zur Milchviehanlage, in der ihr Vater als Herdenmanager arbeitete. Im Alter von knapp drei Jahren übten sie bereits, wie mit Kälbern umzugehen ist. Mit Erfolg, wie zahlreiche Pokale und Medaillen belegen, die beide einheimsen konnten. „Mein bisher größter Erfolg war die  Auszeichnung als Grand Champion auf der BraLa 2009“, berichtet Lena stolz. Doch auch im diesjährigen Wettbewerb konnten sich die beiden Jungzüchter behaupten. Lena wurde als Junior Champion bei den Milchrindern geehrt, Luca  holte den Titel als Reservesieger  bei den Fleischrindern und belegte sowohl beim Rangieren der Milch- als auch Fleischrinder den ersten Platz. Wie beide berichten, ist so ein Wettbewerb immer wieder aufregend. „Ganz besonders, wenn man Kälber und Jungrinder führt, die man noch nicht kennt“, meint Luca. „Aber der Stress ist schnell vergessen, wenn man sich ganz auf das Tier konzentriert“, ergänzt Lena.
Über den Erfolg freut sich nicht nur Mutter Yvonne Brendicke, die in der LSV Landwirtschafts GmbH als Ökonomin arbeitet, sondern auch Geschäftsführer Thomas Richter. „Die beiden haben sozusagen die Rinderzucht im Blut. Da muss einem um den Nachwuchs nicht bange sein!“  

20 % weniger vom Grünland

Nicht ganz so erfreulich für den Betrieb war die diesjährige Entwicklung der Grünlandbestände. Erst gab es einen Wachstumsschub, doch dann setzte eine eher verhaltene Phase ein. Vom 21. bis 23. Mai schließlich wurde der Aufwuchs auf 170 ha gemäht und gehäckselt. „Wir wollten eigentlich eine Woche eher anfangen“, berichtet Thomas Richter, „aber das wäre dann nicht der optimale Schnittzeitpunkt gewesen.“ Die kühle, niederschlagsarme Witterung sorgte dafür, dass nur 800 t Frischmasse, also rund 20 % weniger als erwartet, bei einem Trockensubstanzgehalt von 45 % geerntet wurden, so der Geschäftsführer. „Dafür konnten wir den ersten Schnitt trocken ins Silo bringen.“ Um die Versorgung der Milchkühe muss man in Schwante/Vehlefanz deshalb nicht bangen. Es steht noch eine ausreichende Reserve vom guten zweiten Schnitt aus dem Vorjahr zur Verfügung, versichert Geschäftsführer Richter. „Die Silage vom ersten Schnitt dieses Jahres aber kriegen unsere melkenden Kühe.“

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