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  • 2014.02.10.

Halbzeit beim Mais

© Wolfgang Herklotz

Timon Richter vor dem prall gefüllten Silo.

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Das sanierte Silo am Jungrinderstall ist prall gefüllt. Es enthält  gut 5 000 Tonnen Maissilage. Weitere 5 000 Tonnen, sorgfältig abgedeckt,  lagern hinter  der Milchviehanlage. Dabei  ist jetzt gerade mal Halbzeit bei der Maisernte, wie Thomas Richter berichtet. „Wir werden in den nächsten Tagen schätzungsweise noch mal  bis zu 12 000 Tonnen ernten.“ Die Bedingungen  für die energiereiche Frucht, die in Schwante im Milchviehstall wie in der Biogasanlage verwertet wird, waren in diesem Jahr optimal. Es gab ausreichend Niederschläge zur richtigen Zeit, so dass im Schnitt über 400 Dezitonnen Mais pro Hektar geerntet werden konnten. Auf manchen Schlägen lag der Ertrag sogar bei 470 dt/ha und darüber. „2014 könnte das für uns beste Maisjahr werden“, gibt sich Richter vorsichtig optimistisch.

Gut in der Zeit

Parallel zum Häckseln und Silieren wurden Gerste und Weizen auf insgesamt 355 Hektar gedrillt, das letzte Saatgut kam am 2. Oktober in den Boden. In den nächsten Tagen  steht das Ausbringen von Gärresten auf dem Programm. Zudem sind auf 70 Hektar Gräser als Zwischenfrüchte zu säen. Das sollte eigentlich schon  eher geschehen sein, doch angesichts der milden Witterung, die bis weit in den Oktober hineinreichen soll, besteht kein Grund, das Tempo zu forcieren. Das gilt auch für den Roggen, der noch auf insgesamt 240 Hektar zu drillen ist, zum Teil als Dienstleistung. „Wir liegen gut in der Zeit“, versichert Thomas Richter. Da das Team in den vergangenen drei Wochen durchgearbeitet hat, steht jetzt erst einmal mit ein verlängertes, freies Wochenende an.  Zu dem ein zünftiges Fest im Schloss Schwante am 3. Oktober gehört. 

Preise auf Talfahrt

Die Landwirte aus Schwante haben angesichts der diesjährigen  Ernte allen Grund zu feiern. Weniger erfreulich sind allerdings die Preise fürs Borstenvieh, die auf 1,45 Euro/kg  abgesackt sind. Während die Septemberabrechnung dem Betrieb bei der Zucht und Mast noch ein Ergebnis von „plus minus Null“ bescherte, wie  Geschäftsführer Richter bemerkte, droht im Oktober eine rote Zahl. Allerdings kommen dem Betrieb die gesunkenen Futterpreise zugute, zumal die Schwantener Landwirte das Grundfutter selbst produzieren.     Auf Talfahrt gehen leider aber auch die Preise für die Milch. „Der Basispreis liegt derzeit bei 34 Cent je Kilo, bei 31 Cent wird es äußerst kritisch“, schätzt Richter ein. 

Es muss bezahlbar bleiben

Am Stallbauprojekt wird dennoch festgehalten. Der Bauantrag für den neuen Milchviehstall wird dieser Tage eingereicht. Nach den Stallbesuchen in den vergangenen Wochen gab es noch einige Korrekturen  beziehungsweise Anpassungen der  vom Potsdamer Planungsbüro angefertigten Unterlagen. So wurde die Breite der beidseitigen  Futtertische von 5 auf 4 Meter reduziert und auf den Einsatz einer automatischen Futterversorgung verzichtet. Die Technik dafür steht zur Verfügung, eventuell kommt später einmal ein Roboter zum Einsatz, der das Futter nachschiebt. „Komfort für Tier und Mensch steht obenan, aber das Ganze muss auch bezahlbar bleiben“, erklärt Thomas Richter. Clou des neuen Milchviehstalls, dessen Bau im Frühjahr nächsten Jahres beginnen soll, wird ein Eiscafé mitsamt Backstube sein. Letztere wird von Natalie Ebel betrieben, mit der Thomas Richter am Donnerstag schon einige Details besprach.         

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