• 2014
  • 24.04.
  • 2014.24.04.

Grünschnittroggen steht wie eine Eins

© Wolfgang Herklotz

Mit der Bestandsentwicklung des Grünschnittroggens und der anderen Kulturen zufrieden ist Thomas Richter.

Mit den Frühjahrsarbeiten liegen die Schwantener Landwirte  so gut im Zeitplan wie lange nicht. Dafür sorgt die am ersten Aprilwochenende gestartete Eisproduktion für unvorhergesehene Beschäftigung. „Das ist stressig, aber auch spannend“, meint Geschäftsführer Thomas Richter.

Das in verschiedenen Geschmacksrichtungen auf dem Hofgelände angebotene Eis wurde über Ostern stark  nachgefragt. Angelica Bäßler, Buchhalterin Yvonne Brendicke und Claudia Grünefeld hatten alle Hände voll zu tun, und auch Thomas Richter und sein Sohn Timon (27) betätigten sich als Eisverkäufer.  Inzwischen musste gar eine dritte Gefriertruhe angeschafft werden, um das aus hofeigener Kuhmilch gefertigte Eis zu lagern. Geschäftsführer Richter prüft derzeit Angebote für die Lieferung von Waffeln, Bechern und Eiweißkonzentrat, um rechtzeitig ausreichenden Nachschub zu sichern. „Der Erfolg hat uns regelrecht überrannt, nun müssen wir dafür sorgen, dass es reibungslos weitergeht. Wenn man solch einen direkten Kontakt zum Kunden hat, darf man sich keine Fehler leisten.“ Noch wird das Eis in dem kleinen Cafe´ neben dem Kuhstall verkauft. Demnächst soll es dann auch in der neu zu eröffnenden Gaststätte im Schloss, aber auch am Automaten in der Milchtankstelle zu haben sein. All das will gut vorbereitet sein. „Da wird wohl noch eine neue Planstelle fällig“, meint Richter lächelnd.

Wenig Sorge bereitet ihm dagegen die Situation im Ackerbau. Raps,  Gerste und Weizen sind auf 810 ha bereits mit Fungiziden und Halmstabilisatoren behandelt worden, lediglich der Roggen (240 ha) steht noch aus. Dafür konnte Mitte April bereits mit dem Maislegen begonnen werden, den die Schwantener auf insgesamt 570 ha anbauen. Da dies auch in Dienstleistung für die SL Schwanteland GmbH geschieht, erstrecken sich die Ackerbaumaßnahmen auf insgesamt 1 500 Hektar. „Ich habe noch nie ein solch entspanntes Frühjahr erlebt“, berichtet Richter, der immerhin seit 1991 die Geschäfte des Unternehmens führt. „Wir haben einen Vegetationsvorsprung von gut zwei Wochen. Die Bestellarbeiten konnten zügig erfolgen, ganz im Unterschied zum Vorjahr, wo Anfang April noch Schnee lag.“ Schon sehr gut entwickelt hat sich auch der auf 70 Hektar angebaute Grünschnittroggen. Er ist für die Verwertung in der Biogasanlage vorgesehen und soll, wenn alles nach Plan läuft, am Anfang der übernächsten Woche gemäht und gehäckselt werden.  Gemäßigte Regenschauer zwischendurch wären durchaus hilfreich, meint der gebürtige Meissener, dem auch in Stresszeiten der Humor nicht ausgeht. Er sei ein „Entwicklungshelfer aus Sachsen“ meint Richter und schmunzelt.      

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