• 2016
  • 13.07.
  • 2016.13.07.

Gerste komplett vom Feld

© Wolfgang Herklotz

Beim Feuchtemessen auf dem Gerstenschlag bei Vehlefanz: Thomas Richter (r.) und Norbert Renn

Bildergalerie: Gerste komplett vom Feld

An diesem Tag startete Rene Bergling  den Claas Lexion 750, um die Wintergerste auf dem ersten, rund 60 Hektar großen Schlag zu ernten. Norbert Renn und Marco Zorn sorgten dafür, dass das Erntegut zügig abgefahren wurde. Die Ergebnisse  ließen   aufhorchen: Gut 75 Dezitonnen konnten pro Hektar geborgen werden, bei einem Hektolitergewicht von 65,4 kg und so gut wie keinem Fremdbesatz. „Picobello“, freute sich Geschäftsführer Thomas Richter.  „Der Ertrag hat natürlich auch damit zu tun, dass hier  Raps als Vorfrucht stand.“  Die Fläche gehört der SL Gartenbau GmbH ,  die von den Landwirten aus Schwante in  Dienstleistung bewirtschaftet wird. Mittlerweile ist die Wintergerste auch auf von den eigenen rund 130 Hektar geräumt, leider aber nur bei einem durchschnittlichen Ertrag von 53 dt/ha. Die Ernte wurde in der Woche von Regenschauern  unterbrochen, dafür konnte am vergangenen Wochenende zügig gedroschen werden. „Wir hatten uns mehr erhofft“, meint Thomas Richter. „Gerade auf den leichten Standorten  fehlt Wasser im Boden.“

 

Bessere Preise erhofft

Wenig erfreulich ist auch die Preisentwicklung auf den Märkten.   Bereits im Frühjahr hat das Unternehmen deshalb  Kontrakte mit der BARO Lagerhaus GmbH & Co. KG  abgeschlossen, um sicherzugehen. „Wir hätten uns bessere Preise für Gerste, Weizen und Raps  gewünscht, aber letztendlich müssen wir sie akzeptieren“, kommentiert Richter. Damit sind rund 80 % der Ernte dieser drei Kulturen unter Vertrag und die wirtschaftlichen Ergebnisse somit kalkulierbar. Ausgenommen ist lediglich der Roggen. Er wird komplett im Betrieb verwertet, kommt  sowohl im Milchviehstall als auch in der Biogasanlage zum Einsatz.

 

Defizit im Boden

„Der Roggen steht gut, der Weizen auf den besseren Standorten auch“, versichert Richter, mag aber noch keine Ernteprognose abgeben.  Trotz der Niederschläge konnte das Defizit im Boden noch nicht ausgeglichen werden, zumal der Regen  schlagweise sehr unterschiedlich ausfiel.  Deutlich betroffen ist auch der Mais, der deshalb auf 220 Hektar, einem Drittel der Anbaufläche,  beregnet  wird. Wo es sich anbot, wurde nach der Gerstenernte der Boden gleich gescheibt, um ihn für die Rapsaussaat vorzubereiten. „Bislang liegen wir gut im Rennen“, schätzt der Geschäftsführer den Ernteverlauf ein.  

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