• 2014
  • 24.10.
  • 2014.24.10.

Feldrundgang in Sachen Pflanzenschutz

© Wolfgang Herklotz

Visite im Rapsfeld: Silke Trunk, Thomas Richter und Udo Baum (v. l.).

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Feldvisite mit guten Noten

Wie haben sich die Winterkulturen entwickelt, die  in den letzten Wochen gedrillt wurden? Wo ist Bedarf, Pflanzenschutzmittel einzusetzen? Antwort darauf soll ein Feldrundgang geben, zu dem Thomas Richter am Donnerstag dieser Woche eingeladen hat. Mit dabei  sind Silke Trunk, Verkaufsberaterin der BARO Lagerhaus GmbH & Co. KG, Filiale Prignitzer Landhandel, und Berater Udo Baum vom Pflanzenschutzlager Groß Kreutz der FGL Fürstenwalder Futtermittel-Getreide- Landhandels GmbH. Mit beiden arbeitet Richter schon seit Jahren eng zusammen, „weil  einfach die Chemie“ stimmt, wie er betont. Vom Prignitzer Unternehmen, das zur AGRAVIS-Unternehmensgruppe gehört, beziehen die Schwantener Landwirte den Großteil an Dünger, Saatgut und Pflanzenschutzmitteln . Und von der FGL die gezielte Beratung in Sachen Pflanzenschutz. Der Geschäftsführer weiß  Baums Fachkompetenz zu schätzen. „Der kennt sich wie kaum ein anderer mit den kleinen Tierchen  aus, die sechs Beine haben“, meint Richter schmunzelnd. „Wenn Baum  uns ein Insektizid empfiehlt, dann ist das wirklich angebracht.“

Nahezu optimal

Zwar findet der Spezialist beim Rundgang einige Spezies der tierischen Schaderreger, darunter Blattläuse. Doch für einen Insektizideinsatz sieht er aufgrund des geringen Befalls keinen  Anlass. Weder beim Roggen, der erst in der vergangenen Woche gedrillt wurde und wo  lediglich in den nächsten Tagen die Herbizidmischung Falkon x Primus auszubringen ist, noch beim Raps. Die Ölfrucht war nach dem Verbot neonikotinoider Beizmittel  frühzeitig mit Lambda WG behandelt und vorsorglich noch ein zweites Mal  ein Insektizid ausgebracht worden. Gerade der früh gedrillte Raps hat sich gut entwickelt und weist üppige Blätter auf. Doch auch den anderen Kulturen, darunter Gerste und Weizen, bescheinigt Udo Baum ein solides Wachstum.  „Wir sind hier nahezu im optimalen Bereich“, meint er. Mit Anerkennung spart auch Silke Trunk nicht. „Die Pflanzenzahl stimmt, der Acker schaut gut aus.“

Erstes Silo geöffnet

Dieser hat in den  letzten zwei, drei  Tagen ordentlich Regen abbekommen, an die 30 Liter pro Quadratmeter.  „Normalerweise wären wir jetzt mit den Feldbauarbeiten schon durch. So stehen noch ein paar Restarbeiten an, wenn  der Boden abgetrocknet ist“, erklärt Richter. Dazu gehört das weitere Ausbringen von Gärresten, denen der Stickstoffstabilisator Piadin zugesetzt wird.  Damit wird die Umwandlung von Ammoniumstickstoff in Nitrate verzögert, die schnell ausgewaschen werden.  Rechtzeitig vor den Niederschlägen konnte noch der Mais auf den letzten Hektar gehäckselt und siliert werden. Dafür war es dann schon Zeit, das erste Silo zu öffnen. Die Analyse ergab eine Energiekonzentration von 6,731 Megajoule bei 34 % Trockensubstanzgehalt. „Damit muss uns auch um die Versorgung unserer Milchkühe nicht bange sein“, versichert Richter.

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