• 2016
  • 27.10.
  • 2016.27.10.

Endspurt beim Häckseln

© Wolfgang Herklotz, Yvonne Brendicke

Timon Richter sorgte für ein exaktes Verdichten im Silo.

Bildergalerie: Endspurt beim Häckseln

Normalerweise wäre das schon vor zehn Tagen geschehen, berichtet Geschäftsführer Thomas Richter. „Aber wir mussten eine Pause einlegen, weil die Silos voll waren. Jetzt haben wir wieder den nötigen Platz.“ Trotz der diesjährigen Trockenheit, die dem Mais ordentlich zugesetzt hatte, ist der Geschäftsführer mit den Ergebnissen zufrieden. Für den Mais, auf rund 600 Hektar für den eigenen Betrieb und die SL Gartenbau  geerntet, steht ein Ertrag bei durchschnittlich 300 dt/ha mit einem Trockensubstanzgehalt von  rund 40 % zu Buche. Die Ernte verlief nahezu reibungslos, von einigen Wildschäden abgesehen. Das Gros der rund 18 000 t Mais geht in die Biogasanlage, 2 000 t werden an das Milchvieh verfüttert.

Riesige Staubwolken beim Drillen

Die Trockenheit hatte sich  natürlich auch auf die Herbstbestellung ausgewirkt. Um die nur noch geringe Feuchtigkeit im Boden zu halten, setzten die Landwirte aus Schwante ausschließlich auf pfluglose Bodenbearbeitung.  Zum Einsatz kam lediglich der Grubber. „Solch riesige Staubwolken beim Drillen hatten wir schon lange nicht mehr“, meint Richter. Inzwischen sind Raps, Weizen, Roggen und Gerste auf 760 ha im Boden, lediglich Roggen muss noch auf 100 ha gedrillt werden. Der lang erwartete Niederschlag sorgte in den vergangenen Wochen dafür, dass sich die Bestände doch noch gut entwickeln konnten. Vor allem der Ende August gedrillte Raps ist gut aufgelaufen, schätzt Geschäftsführer Thomas Richter ein. „Es hat sich als richtig erwiesen, die Ölsaat nicht zu früh auszubringen. Wir haben den Raps lediglich mit Gärresten versorgt und einmal Wachstumsregler eingesetzt. Wir mussten allerdings hier wie auch beim Weizen und bei der Gerste etwas gegen die Läuse tun.“  Eingesetzt wurde das Mittel Nexide. Sämtliche Kulturen konnten davon profitieren, dass es bislang noch keine Nachfröste gab.

 

Baugenehmigung endlich erteilt

Seit Anfang September kümmert sich Kathrin Mertke aus Großziethen um die Versorgung der Kühe. Sie hat zuvor in Milchviehanlagen der Region gearbeitet und ist an die Stelle des im Sommer vorigen Jahres verstorbenen Herdenmanagers Mario Brendicke getreten. Richter bescheinigt ihr, sich gut eingearbeitet zu haben. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in absehbarer Zeit wieder zum gewohnten Rhythmus des dreimaligen Melkens zurückkehren können.“ Aus arbeitsorganisatorischen Gründen musste nach dem plötzlichen Verlust ein Melkgang aufgegeben werden, was einen Leistungsabfall von rund zehn Prozent zur Folge hatte. An die übliche Leistung von durchschnittlich rund 10 300 kg Milch je Kuh und Jahr gilt es in den kommenden Monaten wieder anzuknüpfen, zumal  der Bau eines neuen Milchviehstalls weiterhin geplant ist. Im vergangenen Monat wurde dazu – endlich – die Baugenehmigung erteilt. Thomas Richter: „Wenn alles läuft, werden wir im Frühjahr 2018 unser Vorhaben hoffentlich starten können!“

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