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  • 2015.02.12.

Düngereinsatz klug ausbalancieren

Düngestrategie © Wolfgang Herklotz

Geschäftsführer Thomas Richter (l.) verständigt sich mit Berater Dr. Steffen Leidel über die Düngestrategie im kommenden Jahr.

Mit Geschäftsführer Thomas Richter verständigte er sich anhand der Bodenproben über die Düngestrategie des kommenden Jahres.  Diese ist wie in den vorangegangenen Jahren auf den gezielten Einsatz von wirtschaftseigenem organischen Dünger gerichtet.  Die bei der Biogasproduktion reichlich anfallenden Gärreste werden auf den Ackerflächen, aber auch dem Grünland rund um Schwante ausgebracht. Der Raps wird zu 100 % damit versorgt, der Mais zu 80 %, bei Weizen, Gerste und Roggen sind es etwa 50 %.  Damit werden dem Boden wichtige Nährstoffe zugeführt und zugleich Kosten gespart. Es kommt dabei aber auf die richtige Kombination von organischer und mineralischer Düngung an, sind sich der Landwirt und der Berater einig.  „Die Balance zu finden ist nicht einfach“,meint Thomas Richter.

Er berichtet dem Fachberater, dass beim Weizen in diesem Jahr zwar gute bis sehr Erträge zu Buche standen. Doch nur ein Drittel davon konnte als A-Weizen vermarktet werden, weil  der Proteingehalt insgesamt zu wünschen übrig ließ. Zwar waren die Weizenflächen des Unternehmens im März mit dem  Mischdünger Baro Power versorgt worden (3,5 dt/ha). Dieser macht es möglich, Stickstoff (38 %) und Schwefel (7%) in einer Gabe auszubringen, um dann lediglich im Mai noch eine Qualitätsgabe hinzuzufügen. Doch offensichtlich war weder der Zeitpunkt dafür noch die Menge optimal. Deshalb kommen beide überein, die erste Düngung im kommenden Frühjahr zu reduzieren, dafür dann aber die Stickstoffgabe zu erhöhen und diese bereits Ende April auszubringen.  Dr. Leidel bescheinigt dem Gesprächspartner, für Ratschläge stets offen zu sein. „Der Druck, die Kosten zu senken, ist immens. Es gilt, die Gärreststoffe effektiv zu verwerten, ohne die mineralische Düngung aus den Augen zu verlieren.“

Im Betrieb laufen dieser Tage noch verschiedene Arbeiten zur Winterfestmachung. Hinzu kommen Umbaumaßnahmen an der Biogasanlage.  In Gedanken ist Geschäftsführer Richter schon bei der Frühjahrsbestellung, aber auch beim geplanten Baustart für den neuen Milchviehstall. Die Genehmigung dafür liegt bislang noch nicht vor.

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