• 2017
  • 23.03.
  • 2017.23.03.

Böden gut versorgt

© Wolfgang Herklotz

Fleißige Steinesammler: Valerian Giese und Fabian Zorn.

Nicht auszudenken, was alles passieren kann, wenn so eine Klamotte im Boden bleibt und später dann in das Schneidwerk eines Mähdreschers gerät ... So sehen es jedenfalls Valerian Giese und Fabian Zorn, die an diesem grauen Märztag auf einem Schlag zwischen Schwante und Vehlefanz im Einsatz sind. Die beiden Azubis haben schon eine Menge Steine aufgesammelt und in die Mulde des Teleskopladers gepackt, die anschließend René Bergling am Feldesrand abkippt. „Das hat man davon, wenn man so steinreich ist“, meint er und schmunzelt.
 

Reichlich Niederschlag

Mit dem Düngerstreuer unterwegs ist Norbert Renn. © Wolfgang HerklotzNur wenige Kilometer weiter ist Norbert Renn dabei, die Grunddüngung auf einem mit Wintergerste bestellten Schlag auszubringen. Der Streuwagen enthält Korn-Kali. Das Kalium-Magnesium-Gemisch in Granulatform verspricht eine hohe Streuqualität und dadurch eine verteilgenaue Ausbringung auch bei großen Streubreiten. Die Landwirte aus Schwante haben mit diesem Universaldünger jedenfalls gute Erfahrungen gemacht. Norbert Renn achtet darauf, dass pro Hektar exakt 200 kg ausgebracht werden.

Zu diesem Zeitpunkt Mitte März sind bereits alle Getreide- und Rapsflächen auf insgesamt 850 ha zudem mit Stickstoff versorgt. Außerdem wurden rund 3 000 Kubikmeter Gärreste ausgebracht, informiert Geschäftsführer Thomas Richter. „Unsere Böden sind damit ordentlich versorgt. Jetzt brauchen wir nur noch ordentlich Regen, damit der Boden den Dünger richtig aufnehmen kann.“ Was inzwischen erfolgte, denn am vergangenen Wochenende gab es reichlich Niederschlag.

Raps lässt hoffen

Für diese Woche sind Pflegearbeiten  auf dem Grünland geplant. Wenn das Wetter es zulässt, soll auch hier Dünger ausgebracht und die Schleppe zum Einsatz kommen. Zum Walzen ist es aber noch zu früh, findet Geschäftsführer Richter. Zwar steht außerdem noch die Bodenbearbeitung aus, da ein Kollege krankheitsbedingt ausgefallen ist. Doch  es gibt keinen Grund zur Sorge. „Mitte April, also um Ostern herum, wollen wir mit dem Maislegen beginnen. Wir haben also noch gut vier Wochen Zeit!“

Während die Bestandesentwicklung beim Raps vielen Berufskollegen hierzulande aktuell große Sorgen bereitet, zeigt sich Thomas Richter gelassen. „Es gibt hier und da ein paar Fehlstellen, aber insgesamt hat sich die Ölfrucht gut entwickelt. Das sah vor einem Monat noch ganz anders aus!“ Als sinnvoll hatte sich die Spritzbehandlung  mit dem Mittel Nexide im Herbst erwiesen, um die Kultur vor Läusen zu schützen. „Uns liegt sehr daran, so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich einzusetzen. Aber nach dem Verbot der insektiziden Beizen haben wir keine andere Wahl“, so der Geschäftsführer.

Pächter gefunden

Kurzer Austausch zwischen Timon Richter (l.) und René Bergling. © Wolfgang HerklotzFür Erleichterung sorgte inzwischen, dass ein Pächter für den mittlerweile leerstehenden Schweinemaststall gefunden werden konnte. Es handelt sich um einen im Landkreis Oberhavel ansässigen Schweinezuchtbetrieb, der ab Juli den Standort bewirtschaftet. Die weitere Nutzung der Silos und Futtermischanlage ist ebenso gesichert wie der Gülle-nachschub für die Biogasanlage. „Der Pachtpreis entspricht unseren Vorstellungen“, betont Thomas Richter.

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr