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  • 2017.26.04.

Bienenvölker sind willkommen

© Wolfgang Herklotz

Kurze Absprache: Imkermeister Werner Blomberg (l.) und Geschäftsführer Thomas Richter.

Imkermeister Werner Blomberg aus Hohen Neuendorf schüttelt den Kopf. „Solange der Raps noch nicht blüht, besteht keine Gefahr!“ Der fast 80-Jährige war am vergangenen Freitag pünktlich zur vereinbarten Zeit im Büro der LSV Landwirtschafts GmbH erschienen, um mit Geschäftsführer Thomas Richter abzusprechen, wann und wo der Bienenwagen aufgestellt wird.  Seit vielen Jahren ist Blomberg mit seinen Bienenvölkern auf den Feldern rund um Vehlefanz und Schwante im Einsatz. „Wir profitieren gegenseitig davon. Die Bienen finden nicht nur ausreichend Tracht auf unseren Rapsfeldern, sondern sorgen durch ihre Bestäubungsleistung für höhere Erträge“, betont Thomas Richter. Was der Betrieb in Form einer Prämie von fünf Euro pro Volk honoriert. Zum gegenseitigen Verständnis gehört nicht nur eine rechtzeitige Absprache der geeigneten Standorte, sondern auch die strikte Einhaltung der Fristen für die Fungizidbehandlung. Diese erfolgt von fünf bis neun morgens vor dem Hauptflug  der Bienen beziehungsweise nach 20 Uhr, wenn die nützlichen Insekten nicht mehr auf Pollensuche unterwegs sind. Blomberg bescheinigt den Landwirten, sich genau an diese Abmachung zu halten. „Das versteht sich, obwohl wir seit dem Verbot der Rapsbeizen einen höheren Aufwand betreiben müssen“, erklärt Geschäftsführer Thomas Richter.

Leider die letzte Rapswanderung

Mit Bedauern reagiert er auf die Mitteilung, dass dieses Jahr wohl  die letzte Rapswanderung für Blomberg sein wird. „Ich habe den Bienenwagen zum Verkauf angeboten und werde nur noch mit 15 bis 20 Völkern unterwegs sein“, informiert der Imkermeister. Dabei hat er im Unterschied zu anderen Berufskollegen kaum Verluste in diesem Winter hinnehmen müssen, hauptsächlich verursacht durch die Varroa-Milbe. In der Regel verhindere ein frühzeitiger Einsatz von Präparaten,  dass die Milbe sich ausbreitet und den Bienen zusetzt, weiß der erfahrene Imker. „Ich achte darauf, dass die Behandlung zwischen dem 7. und 10. Juli erfolgt, sonst wird es kritisch.“ Leider zögerten manche Imker den Zeitpunkt hinaus, weil sie noch den Honig von spätblühenden Kulturen ernten möchten.

Biogasanlage  muss für Nachschub sorgen

Exakt im Zeitplan zu liegen ist für die Landwirte aus Schwante und Vehlefanz ein Muss. Bis Anfang dieser Woche ist der Mais nahezu komplett gelegt auf den 520 ha im Betrieb sowie auf 270 ha als Dienstleistung für den Nachbarbetrieb in Kremmen. Lediglich 60 ha sind noch offen, doch das liegt daran, dass mittlerweile sämtliche Gärreste ausgebracht sind und auf Nachschub aus der Biogasanlage gewartet werden muss. Die nötige Menge ist dann jedoch schnell ausgebracht und eingearbeitet, wenn die Maislegemaschine Maestro wieder zum Einsatz kommt. „Pro Tag schaffen wir bis zu 70 Hektar, also sind wir auf dem letzten Stück dann in wenigen Stunden durch“, versichert Richter. Danach geht es mit Hochtouren an die Vorbereitung des Hoffestes am 1. Mai. Vor der Milchviehanlage erwarten an diesem Tag die Besucher nicht nur Bratwurst und Steak vom Grill, sondern auch Hofführungen und Angebote für die Jüngsten, darunter eine Strohburg zum Herumtollen. „Man darf auch auf unseren Eispavillon gespannt sein, denn da ist einiges dazugekommen.“

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