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Aufs Weihnachtsfest gut vorbereitet

© Wolfgang Herklotz

Geschäftsführer Thomas Richter und sein Sohn Timon besprechen den Einsatzplan für die nächsten Tage.

Bildergalerie: Aufs Weihnachtsfest gut vorbereitet

Die Feiertage stehen vor der Tür. Gibt es Probleme, den Einsatz der Melker auch über Weihnachten und Neujahr abzusichern? Herdenmanager  Mario Brendicke schüttelt  den Kopf. „Nicht bei unserem tollen Team. Wir haben rechtzeitig untereinander  geklärt, wer wann freihaben möchte und dafür dann den nächsten Dienst übernimmt. So kann  jeder von uns entweder zu Heiligabend oder zu Silvester zu Hause sein.“ Zum Team gehören vier Melker und ein Futterverantwortlicher, wobei auch der Herdenmanager regelmäßig seinen Einsatz im Melkstand absolviert. „Ich brauch diesen engen Kontakt zu den Kühen einfach.“  So wird Brendicke die Frühschicht vom 24. bis zum 28. Dezember  übernehmen.  Hinzu kommen noch diverse Aufgaben an den letzten Tagen des alten Jahres. Da stehen Trächtigkeitsuntersuchungen, Klauenpflege und der Abtransport von Schlachttieren auf dem Programm, von der Jahresabrechnung ganz zu schweigen. Doch das sieht der der Herdenmanager  erstaunlich gelassen. „Übers Jahr fällt immer noch eine ganze Menge an.“

 

Kälberstall gut gefüllt

Dafür kann sich Brendicke an dem gut gefüllten Kälberstall erfreuen. „Nachdem die Abkalbungen im Sommer zurückgegangen waren, haben wir in den letzten Wochen  wieder ordentlich zulegen können.“ Als positiv bewertet Brendicke den Einsatz von gesextem Sperma. Es hat dazu geführt, dass 70 % der Kälber weiblich sind und damit deutlich mehr Färsen zur Verfügung stehen. Zuvor war das Verhältnis nahezu umgekehrt. Mit der Milchleistung, die im Schnitt bei 10 000 kg je Kuh und Jahr liegt, ist der Herdenmanager zufrieden, sieht sie aber  noch nicht als das „Ende der Fahnenstange“ an.  „Ich hoffe, dass wir in dem geplanten Milchviehstall  mit Melkrobotern die Leistung noch steigern können.“

 

Neue Technik angeschafft

Inzwischen hat Geschäftsführer Thomas Richter mehrere Angebote von namhaften Anbietern auf dem Tisch, so von Lely, SAC und DeLaval. „Ich werde die nächsten Tage nutzen, um sie noch einmal in Ruhe zu sichten und zu vergleichen.“  Wobei es vor allem darum geht, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln.  Die offizielle Ausschreibung  wird im Februar, spätestens im März erfolgen. Um wie geplant im Mai mit dem Bau beginnen zu können, muss dann auch die Finanzierung klar sein.  Die finanzielle Situation des Betriebes zum Jahresende bewertet der Geschäftsführer trotz der katastrophalen Schweinepreise  und des rückläufigen Einkommens aus der Milch als verhalten positiv. So wurde vor wenigen Tagen noch neue Technik angeschafft, darunter ein MF-Schlepper mit 350 PS vom Landtechnikhändler Marep . „Der Schlepper hatte gerade mal 300 Betriebsstunden auf der Uhr , und der Preis stimmte auch.“ Beim bisherigen Schlepper, seit sechs Jahren im Einsatz und nahezu 9 000 Betriebsstunden auf dem Konto , ist dagegen die Wahrscheinlichkeit eines Schadens ziemlich groß. Deshalb fiel die Entscheidung leicht.  Zudem wurde eine neue Strohpresse  und das Schlitzgerät Euroject angeschafft. Dieses sichert, dass die ausgebrachten Gärsubstrate auf dem Grünland gleich eingearbeitet  werden.  „Das ist optimal und gut für die Umwelt“, meint Richter.  Er räumt ein, dass es noch eine ganze Liste von nötigen Ersatzinvestitionen gibt. „Aber alles schön der Reihe nach.“    

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