• 2015
  • 27.04.
  • 2015.27.04.

Auf der Zielgeraden

© Wolfgang Herklotz

Letzte Blicke auf den Online-Antrag werfen Thomas Richter, Nils Fischer und Timon Richter (v.l.).

 „Für unseren Betrieb, der rund 170 Pachtverträge hat, kommt es vor allem auf einen aktuellen Flächennachweis an. Deshalb muss man Flurstück für Flurstück durchgehen,  das macht schon Arbeit!“ Doch die ist Mitte dieser Woche schon nahezu erledigt, die Antragstellung sozusagen auf der Zielgeraden. Tage vor dem offiziellen Abgabetermin reichen die Landwirte aus Schwante ihre Unterlagen beim Landwirtschaftsamt Oberhavel ein und nutzen dessen Angebot auf Einsichtnahme. So besteht dann immer noch die Möglichkeit, fehlende Angaben zu korrigieren. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, die Mitarbeiter vom Amt sind sehr kooperativ!“

Um die Details der Antragstellung, die natürlich online erfolgte,  hat sich in diesem Jahr Nils Fischer vom  Betrieb in Neuholland gekümmert. Dazu gibt es eine entsprechende Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen. Doch im nächsten Jahr will das Timon Richter, Assistent der Geschäftsführung in Schwante, übernehmen. „Ich habe mir das alles genau angesehen. Ich denke, das kriege ich auch hin!“ Während aus vielen  Unternehmen Kritik am sogenannten Greening zu hören war, sieht man das  im Praxispartnerbetrieb der BauernZeitung gelassen. Bedingt durch den hohen Anteil von kleinen, zum Teil nur schwierig zu bewirtschaftenden Pachtflächen, lässt sich der geforderte Prozentsatz ökologischer Vorrangflächen problemlos nachweisen. Außerdem baut ja der Betrieb auf rund 150 Hektar Zwischenfrüchte an, die dazugezählt werden können. Demgegenüber ist der Anteil von ehemaligem Ackerland, das nun den Status zu verlieren droht, sehr gering. Es handelt sich nur um wenige Hektar, die zumeist als Kuhweide genutzt werden. Sie liegen im Böschungsbereich eines Stausees, wo sich der Einsatz von Düngung und Pflanzenschutzmitteln verbietet. Noch dazu sind es meist eigene Flächen. „Wenn die künftig nur noch als Grünland zählen, können wir das verschmerzen“, meint Thomas Richter.

Sorge bereitet dagegen die wochenlange Trockenheit. Die Wintersaaten auf leichten Böden, insbesondere der Weizen, weisen schon leichte Gelbverfärbungen auf. Stresssymptome zeigt ebenso der Raps. „Wir brauchen dringend Regen“, so der Geschäftsführer. Andererseits hat die trockene Witterung die Frühjahrsbestellung beschleunigt. Bis zum ersten Mai dürfte das Maislegen auf 600 Hektar abgeschlossen sein, also gut eine Woche früher als im Vorjahr.

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