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  • 2015.20.03.

Ackertest für Gülleschlitzer

© Wolfgang Herklotz

Matthias Knösel (r.) gibt Hinweise zum richtigen Einstellen der Technik.

Bildergalerie: Ackertest für Gülleschlitzer

Treffpunkt ist an diesem Donnerstag der  Schlag unweit des Autobahndreiecks Havelland, wo demnächst Mais ausgesät werden soll. Hier trifft sich Geschäftsführer Thomas Richter mit den Vertretern der Firma Kverneland, die besagte Gülletechnik vertreibt, und des Landtechnikunternehmens Marep. Aufmerksam verfolgen sie, wie Schlepperfahrer Heiko Thiele das mit Gärsubstraten gefüllte Güllefass über den Acker steuert. Mehrmals hält er an, damit Matthias Knösel, technischer Berater für die Gülletechnik, die Einstellung des angesetzten Schlitzgeräts kontrollieren und korrigieren kann. Das dauert eine ganze Weile. Inzwischen macht Thomas Richter noch einmal deutlich, dass die nicht gerade preiswerte Technik angeschafft wurde, um die im Unternehmen reichlich anfallenden Substrate aus der Biogasanlage  sowohl auf dem Grünland als auch auf dem Acker exakt einarbeiten zu können. „Es ist bisher aber nur auf dem Grünland gelungen, die Reste gleichmäßig zu verteilen.“

Doch es funktioniert auch auf dem Acker, wie sich jetzt zeigt. Der Boden wird in der gewünschten Tiefe durchgehend aufgeschlitzt, um zeitgleich die Substrate aufzunehmen. Nach kurzer Zeit ist die gehaltvolle Flüssigkeit versickert und sind nur noch die festen Bestandteile zu sehen. Ein Bild, das keinerlei  Anlass zur Kritik gibt. Warum nicht gleich so? Matthias Knösel  weist darauf hin, dass das Schlitzgerät vor dem Einsatz den jeweiligen Bodenbedingungen angepasst werden muss.  „Es empfiehlt sich, zunächst einen Test zu machen und dann die Einstellung  anzupassen. Wenn die stimmt, wird über das geschlossene hydraulische System ein  gleichmäßiges Verteilen gesichert.“  Lediglich auf sandigen Böden komme die Technik an ihre Grenzen, weil sich dann die Scheiben nicht mehr drehen würden.

Was Thomas Richter schließlich überzeugt. „Darauf hätte man uns aber vor dem ersten Einsatz besser hinweisen sollen.“ Die Investition wird sich auszahlen, hofft der Geschäftsführer. Denn mit der neuen Gülleverordnung werden noch strengere Auflagen, so reduzierte Zeiten für das Ausbringen,  verbunden sein. „Es geht uns aber nicht nur darum, eventuellem Ärger mit der Behörde zu vermeiden. Wir versprechen uns von dieser Technik auch, die Qualität des Grünlands zu verbessern, weil es besser mit Dünger versorgt wird. Wenn alles gut geht, schaffen wir damit noch einen zusätzlichen Schnitt!“

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