• 2012
  • 26.03.
  • 2012.26.03.

Zuckerrübensaatgut ist im Boden

Am vergangenen Sonnabend zog der Schlepper mit der Rübendrille auf einem Schlag am Fuße des Petersberges seine letzten Runden. Binnen fünf Tagen kam das Saatgut auf 210 ha in den Boden. „Wir bauen ausschließlich Rizomania-tolerante Sorten verschiedener Züchterhäuser an. Der Züchtungsfortschritt ist inzwischen so hoch, dass es keine ertraglichen Unterschiede mehr zu den Normalsorten gibt“, erläutert Kirsten Wilzki, die mitverantwortlich für den Feldbau im Landgut Krosigk ist. Auf etwa einem Zehntel der Rübenfläche wurden erstmals probeweise auch Sorten ins Feld gestellt, die zusätzlich Nematoden-tolerant sind.

Mit der gezielten Auswahl der Sorten sorgen die Krosigker Landwirte nicht nur für einen gewissen Risikoausgleich, sondern auch dafür, dass eine Staffelung für die Rübenernte erreicht wird. „Die zuckerbetonten Sorten zum Beispiel gehen in die Frührodung“, sagt Kirsten Wilzki. Für den Betrieb sind im Herbst drei Abholtermine für die Rüben vorgesehen. Die Feldfrüchte gehen zur Verarbeitung nach Könnern im Salzlandkreis, in das dortige Werk der Pfeifer & Langen KG, Köln.

Eine gute Woche vor der Aussaat der Rübenpillen waren auf den Flächen je Hektar rund 200 l Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) ausgebracht worden, was einer Gabe von etwa 50 kg/ha Stickstoff entspricht. „Auf einigen Flächen, auf denen überwinterte Unkräuter den auflaufenden Rübenpflanzen Probleme hätten bereiten können, haben wir dem AHL das Totalherbizid Roundup beigemischt“, sagt Pflanzenschutzexpertin Kirsten Wilzki.

Wie sie weiter informiert, wurden Saatbettbereitung und Düngung zu den Zuckerrüben vom Betrieb selbst erledigt. Die Aussaat übernahm hingegen ein Lohnunternehmen - die Agrarservice Heller GbR aus Reppichau, ein langjähriger und zuverlässiger Partner der Krosigker Betriebsgemeinschaft. "Eigene Drilltechnik würde sich bei unserem Anbauumfang nicht lohnen", sagt Kirsten Wilzki.

 

 

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