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  • 2014.03.03.

Zeitiger Start ins Frühjahr

© Detlef Finger

Kirsten Wilzki, mitverantwortlich für den Feldbau im Landgut Krosigk, bespricht mit Landwirt René Gensler, der den Schlepper mit der Feldspritze steuert, die AHL-Düngungsmaßnahmen an den Schlagrändern der Winterkulturen.

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„Der Durum ist in diesem Jahr bei uns so früh wie nie in den Boden gekommen“, sagte Kirsten Wilzki, im Unternehmen mitverantwortlich für den Pflanzenbau, am Montagnachmittag. In drei Tagen, vom 18. bis 20. Februar, ist der Hartweizen ausgesät worden. Vorfrucht auf den rund 200 Hektar Fläche waren Zuckerrüben. „Zehn Hektar haben wir für Körnererbsen reserviert“, ergänzte die Landwirtin. Die Hülsenfrüchte sollen als Eiweißfuttermittel in der Schafhaltung des Betriebes eingesetzt werden. Die Bedingungen für die Durumaussaat waren gut. „Wir konnten für den Hartweizen ein sehr schönes Saatbett herrichten“, so die Diplomagraringenieurin. Auf den Rübenlagerplätzen an den Feldrändern war der Boden etliche Tage zuvor mit dem Schwergrubber bearbeitet worden, damit bei der nachfolgenden Saatbettbereitung mit der Drillkombination eine ebene Ackeroberfläche und ein feinkrümeliges Saatbett erreicht werden. „Durch das zeitige Frühjahr werden die in den kommenden Tagen und Wochen anstehenden Feldarbeiten entzerrt“, weiß Kirsten Wilzki auch um die Vorteile aus arbeitswirtschaftlicher Sicht.

AHL-Gabe an Schlagrändern

Seit Wochenbeginn sind die Mitarbeiter der Feldbauabteilung des Landgutes nun mit Arbeiten auf den mit Wintersaaten bestellten Flächen beschäftigt. René Gensler versorgt zum Beispiel den Raps sowie die Wintergerste und den Winterweizen an den Schlagrändern mit Stickstoff. Dieser wird in Form von Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) mit der Feldspritze ausgebracht. Nur die Düsen auf der letzten Teilbreite am Gestänge des  Anhängegerätes sind dabei zugeschaltet. „Mit dieser N-Gabe in flüssiger Form gleichen wir hier die geringeren Nährstoffmengen gegenüber dem Feldinneren aus“, erklärt Kirsten Wilzki. Bei der sonst üblichen Stickstoffversorgung der Kulturen mit dem Präzisions-Großflächen-Düngerstreuer TWS 7000/B 910 von Rauch setzen die Krosigker Landwirte mit dem Grenzstreuverfahren Vorgaben der Düngeverordnung um. Danach darf über die Feldgrenze hinaus auf angrenzenden Flächen wie Wege, Gewässer etc. kein Dünger ausgebracht werden. Dazu wird die grenzseitige Streumenge reduziert.

Rübenaussaat etwa Mitte März

Auf einem Teil der für den Zuckerrübenanbau vorgesehenen Flächen wurde ab Freitag noch eine Herbizidapplikation durchgeführt, um Altverunkrautung zu beseitigen. Die Rübenpillen sollen ab Mitte März auf insgesamt rund 200 Hektar in die Erde kommen. Am Dienstag wird das bestellte Saatgut geholt. Ansonsten gibt es bislang noch keinen Neuauflauf an Unkräutern in den Kulturpflanzenbeständen, der bekämpfungswürdig wäre. „Für Pflanzenschutzmaßnahmen ist es momentan noch zu früh“, erklärte Kirsten Wilzki, die in den einzelnen Kulturen regelmäßig entsprechende Bonituren durchführt. Auch die Gelbschalen in den Rapsbeständen kontrolliert die Feldbauverantwortliche dieser Tage ständig auf Schädlinge. Noch aber zeigen sich auch hier keine Fänge, die einen Insektizideinsatz rechtfertigen würden.

Düngungs- und Pflegemaßnahmen werden dieser Tage auch auf den mit Wintergetreide bestellten Flächen durchgeführt. Landwirt David Junge brachte mit dem Schleuderdüngerstreuer am Montag die erste mineralische Stickstoffgabe auf dem nach Vorfrucht Winterraps angebauten Winterweizen aus. Azubi Danny Mänicke war derweil mit Schlepper samt Walzenzug auf Winterweizenschlägen unterwegs, um die Herbstsaaten anzuwalzen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Stoppelweizen und insbesondere den Ackerflächen entlang der Fuhne. „Dort haben wir den Weizen später gedrillt und der Boden ist relativ locker“, sagte Kirsten Wilzki.

Detlef Finger

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