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  • 09.01.
  • 2014.09.01.

Wolliger Nachwuchs

Bildautor: © Detlef Finger

Kurz vor dem Jahreswechsel sind im Schafstall des Landgutes Krosigk die ersten Lämmer geboren worden.

Bildgalerie: Wolliger Nachwuchs


In den großen Schafstall auf dem Betriebshof des Landgutes Krosigk Krosigk zieht derzeit tagtäglich neues Leben ein. Seit dem Jahreswechsel sind hier inzwischen etwa  120 bis 130 Lämmer geboren worden. „Bislang haben knapp 100 Mutterschafe gelammt“, sagte Christian Winz am Mittwoch. Der Schäfermeister ist mit dem Start in die Lammsaison zufrieden, wenngleich das Ablammen derzeit noch etwas schleppend anläuft: „Die Lämmer sind alle gesund und munter. Das ist wichtig“, erklärt der 34-Jährige, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder Michael den größten Teil des Krosigker Schafbestandes im Alltag betreut. Gemeinsam mit Traktorist Hubertus Neuhaus und Landwirt-Azubi Danny Mänicke „sortieren“ die beiden Schäfer die Muttertiere, die frisch abgelammt haben, aus den großen Gruppen der hochtragenden Schafe heraus, um sie dann zusammen mit ihrem Lamm bzw. ihren Lämmern in Einzelbuchten zu sperren, wo sie sich von den Geburtsstrapazen erholen können. Gemeinsam mit ihren Helfern sorgen die Schäfer außerdem dafür, dass die Tiere dann in allen Boxen frisches Heu und frisches Wasser vorfinden. Nach ein bis zwei Tagen werden die Mutterschafe schließlich samt ihren Lämmern in größeren Gruppen zusammengestellt.

 

Geschoren und geimpft

Zwei Tage vor Silvester kamen in Krosigk die ersten Jungtiere zur Welt. In den nächsten Wochen werden hier insgesamt rund 1 200 Muttertiere ihre Lämmer gebären. Im Stall in Kösseln, den Vater Martin Winz betreut, sind es weitere etwa 180 Mutterschafe. Von diesen haben bislang etwa 40 bis 50 gelammt. Der 65-Jährige umsorgt auch die Ziegen, die Esel und die Auktionsböcke, die über die Winterzeit in seinem Stall untergebracht sind. Unterstützung erhält der Schäfermeister bei der täglichen Arbeit von Tierwirt-Azubi Laura Trappschuh.

Seit dem Abtrieb der Schafherden von den Weiden Anfang Dezember liefen die Vorbereitungen auf die Lammzeit im Landgut Krosigk auf Hochtouren: Die Muttertiere wurden geschoren und erhielten vorsorglich eine Impfung gegen das Verlammen. Noch auf der Weide war bei ihnen eine Wurmkur durchgeführt worden. Die Böcke, die nach ihrem Deckeinsatz in den Herden auf gesonderten Weideflächen standen, wurden vor dem Aufstallen ebenfalls noch entwurmt.

 

Wasserschaden vorm Heiligabend

Die kräftigen Vatertiere hatten am frühen Morgen des 23. Dezember für eine Schrecksekunde bei den Schäfern gesorgt: Über Nacht hatten sie sich offenbar an einer Schlauchverbindung in der Wasserzuleitung zum Tränkensystem zu schaffen gemacht und so letztlich einen Teil des Stalles in Krosigk geflutet. So mussten die Schäfer mit tatkräftiger Hilfe ihrer Kollegen aus dem Feldbau nach der Reparatur der Wasserleitung das klatschnasse Stroh aus dem Stall herausschaffen und die betroffenen Buchten neu einstreuen. Schließlich sollte der Stall am Heiligabend zum evangelischen Gottesdienst mit Krippenspiel wieder ordentlich hergerichtet sein. Was auch gelang: Die mehreren Hundert Besucher des Gottesdienstes merkten von dem Malheur am Vortag nichts mehr.

Detlef Finger

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