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  • 2014.09.04.

Weideauftrieb im Landgut

© Detlef Finger

Schäfer Michael Winz, Traktorist Hubertus Neuhaus und Schäfermeister Christian Winz (v. l.) haben am Montag gut 400 Mutterschafe verladen und hinaus auf das Weideland gebracht.

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Schäfermeister Martin Winz beging in der vorigen Woche ein besonderes Jubiläum: Für den 65-Jährigen begann seine 50. Weidesaison als Schäfer. Am vergangenen Donnerstag wurde die Herde des Altmeisters, bestehend aus etwa 250 Mutterschafen und 150 Jährlingen der Merinorasse Ile de France, per Schlepper und Viehhänger in mehreren Touren hinaus auf die Weideflächen bei Wettin gebracht, wo die Tiere des Landgutes Krosigk in einem Naturschutzgebiet die Landschaft pflegen.

Hüteherde in der Franzigmark

Am Montag folgte die Herde von Christian Winz. Gemeinsam mit Bruder Michael und Traktorist Hubertus Neuhaus schaffte der junge Schäfermeister in fünf Fahrten mit zwei Schleppern samt Viehtransporter mehr als 400 Mutterschafe in die Franzigmark bei Morl, ein Naturschutzgebiet vor den Toren der Stadt Halle. Christians Herde, die er hier in den nächsten Wochen und Monaten umsorgen wird, kommt bei den Leistungshüten zum Einsatz.

Am 22. Mai werden beim traditionellen Hütewettbewerb der Auszubildenden Schäferlehrlinge aus mehreren Bundesländern, die ihre Ausbildung zum Tierwirt/Schafhaltung in den Berufsbildenden Schulen des Saalekreises in Halle absolvieren, in der Franzigmark ihre Besten ermitteln. Am 19. Juli folgt dann an gleicher Stelle als erstes landesweit das Vereinshüten des Schäfervereins Mittleres Saaletal e.V., dem Christian Winz als Vorsitzender vorsteht.

Jungschafe müssen sich gedulden

Für Schäfer Michael Winz wird die Weisesaison in Abhängigkeit vom weiteren Witterungsverlauf und der vegetativen Entwicklung erst in voraussichtlich zwei, drei Wochen beginnen. Seine Herde, die größte der insgesamt vier Herden des Landgutes, muss noch einige Tage im Stall in Krosigk verbringen, weil neben den etwa 350 Mutterschafen und 100 Jährlingen auch rund 400 Zibben, also weibliche Jungschafe aus der 2014er Lammzeit, mit zum Austrieb kommen sollen. „Die Zibben brauchen ausreichend Futter auf den Weiden“, sagt der junge Schäfer. Die bislang fehlenden Niederschläge haben trotz der milden Temperaturen einen üppigeren Aufwuchs von frischem Grün verhindert.

Die vierte Herde bilden schließlich Muttertiere, Jährlinge und Zibben von Coburger Fuchsschafen sowie Ziegen der Schäfer und Herdbuch-Jährlingstiere der Rasse Ile de France des Landgutes. „Die gut für die Landschaftspflege geeigneten „Füchse“ kommen vor allem auf extremen Flächen zu Einsatz“, erklärt Schäfermeister Christian Winz.

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