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  • 2014.12.02.

Warten auf Nachzügler

© Detlef Finger

Schäfer Michael Winz bringt in der Schaufel des Radladers das Kraftfutter in den großen Stall.

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Der Feldbau des Landgutes Krosigk verharrt trotz der derzeit frühlingshaften Temperaturen noch in der Winterruhe. Seit Beginn der vorigen Woche sind einige Traktoristen auf dem Technikstützpunkt in Kaltenmark mit Pflege-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Maschinen und Geräten beschäftigt. In den beiden Schafställen des Betriebes herrscht dagegen weiter ein emsiges Treiben, wenngleich die Lammzeit nun langsam aber sicher auf ihr Ende zugeht. Im großen Stall in Krosigk, wo gut 1.000 Mutterschafe der Merinorasse Ile de France stehen, hatten bis Mitte dieser Woche fast 99 % der Tiere gelammt. „Bei zwölf Muttern steht die Geburt des Nachwuchses noch aus“, sagte Schäfer Michael Winz. Zusammen mit Bruder Christian betreut er die Schafe im großen  Stall auf dem Betriebshof des Agrarunternehmens. Wie Schäfermeister Christian Winz berichtete, ist auch die rund 200-köpfige Herde im Stall in Kösseln, die Vater Martin Winz und Tierwirt-Azubi Laura Trappschuh umsorgen, beim Lammen fast „durch“. Dort werden jetzt die ersten Ziegenlämmer geboren.

Abwechslungsreiches Menü

Vorige Woche half Landwirt-Azubi Mario Sparing den beiden jungen Schäfern im Krosigker Stall dabei, die Tiere zu füttern und zu tränken. Während Michael Winz mit dem Radlader die Heuballen herankarrte, verteilten Christian Winz und Mario Sparing das Raufutter mit der Gabel in die Raufen. Gleichsam wurde mit dem Stroh verfahren, mit dem die  Gruppen- und Einzelboxen frisch eingestreut wurden. Außerdem erhielten die Tiere Weizen- und Erbsenschrot als Kraftfutter in die Krippen. Während die frisch geborenen Lämmer ausschließlich auf die Milchmahlzeit am Euter der Mutter fixiert sind, probieren die etwas älteren Jungtiere bereits vom frischen Heu und Schrot oder knabbern an den Zuckerrüben, die den Schafen ebenfalls vorgelegt werden.

Verschiedenfarbige Ohrmarken

Zu den täglichen Aufgaben während der derzeitigen Ablammperiode im Stall gehört auch, die Schafe entsprechend zu kennzeichnen. Die Muttertiere bekommen eine fortlaufende dreistellige Nummer auf ihr kurzgeschorenes Wollvlies gestempelt – die Herdbuchschafe in roter, die übrigen Tiere in blauer Farbe. Den Lämmern wird zunächst eine kleine gelbe Plastikohrmarke eingezogen – den Zibbenlämmern ins linke, den Böckchen in das rechte Ohr. Anhand betriebsinterner Listen sind die Lämmer über die Ohrmarkennummer ihren Müttern eindeutig zuordenbar. Die Lämmer von Herdbuchmutterschafen tragen im anderen Ohr außerdem eine kleine rote Marke. Das erleichtert den Schäfern später den Überblick bei der Auswahl der Jungtiere für die Reproduktion des Schafbestandes.

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