• 2013
  • 18.02.
  • 2013.18.02.

Vor dem Start in die Frühjahrssaison

„Theoretisch und praktisch sind wir auf den Start in die neue Saison vorbereitet“, sagte Björn Küstermann, Feldbauleiter des Agrarunternehmens, am Montag. In den nächsten Tagen sollen, wenn es Witterung und Bodenbeschaffenheit zulassen, auf einigen Schlägen noch Bodenproben gezogen und zur Untersuchung ins Labor geschickt werden, um den Nmin-Gehalt exakt zu bestimmen. Daneben zieht der Agrarbetrieb beim Bemessen der Stickstoff-Startgaben auch Referenzwerte des Zentrums für Acker- und Pflanzenbau der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) in Bernburg-Strenzfeld zu Rate.

„Das Wetter muss letztlich aber passen“, erklärt der Diplomagraringenieur, und verweist auf die Vorhersagen vom Wochenbeginn, nach denen im Verlauf dieser Woche mit Schnee und teilweise auch Frost  zu rechnen ist. „Es macht nur Sinn, Stickstoff zu streuen, wenn die Temperaturen milder werden und die Vegetation tatsächlich einsetzt“, betont Küstermann, der in diesen Tagen im Büro in Krosigk noch an der genauen Bedarfsermittlung für die einzelnen Kulturen arbeitet. Die Düngervorräte sind in ausreichenden Mengen vorhanden.

In der Reihenfolge Winterraps (knapp 600 ha), Wintergerste (etwa 300 ha) und Winterweizen (rund 1.200 ha) sollen die Druschfrüchte, die derzeit gut dastehen und keine Frostschäden zu verzeichnen hatten, ihre erste Frühjahrsgabe an Stickstoff erhalten. Grob überschlagen werden jeweils in Abhängigkeit vom Nmin-Gehalt der Schläge sowie von der Entwicklung der Bestände der Raps mit ca. 50 bis 100 kg Stickstoff sowie die Gerste und der Weizen mit 30 bis 100 kg Stickstoff versorgt. Die Ölsaat erhält den Nährstoff in Form von Ammonsulfatsalpeter (ASS), das Getreide als ASS oder Kalkammonsalpeter (KAS). Ausgebracht wird der Mineraldünger mit einem Ackerschlepper und angehängtem Schleuderdüngerstreuer mit 7 Tonnen Ladekapazität und 36 m Arbeitsbreite.

„Mit dieser Technik schaffen wir bei optimalen Bedingungen zwischen 200 bis 300 ha am Tag“, rechnet Küstermann vor. Angesichts der Schlagkraft und der Tatsache, dass es bislang keine unbedingte Notwendigkeit gegeben hat, den Stickstoff auszubringen, gibt sich der Feldbauchef relativ gelassen, dass die Kulturen ihre Startgabe rechtzeitig bekommen.

 

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