• 2014
  • 17.03.
  • 2014.17.03.

Vier Wochen Vorsprung

© Detlef Finger

Das Zuckerrübensaatgut kam im Landgut Krosigk bereits in der vergangenen Woche auf rund 200 Hektar Anbaufläche in die trockene Erde.

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Die Frühjahrsaussaat im Landgut Krosigk war am Wochenende bereits so gut wie abgeschlossen. Vom 18. bis 20. Februar kam der Hartweizen auf rund 200 ha Fläche in den Boden. Auf dem Acker zeigten sich Ende vergangener Woche schon die Triebspitzen. In der Vorwoche wurden auch die Zuckerrüben gedrillt. Traktorist Wolfgang Amelang vom Agrarservice Heller hatte von Montag bis Samstag zu tun, um ebenfalls rund 200 ha Fläche mit der Hackfrucht zu bestellen. Das Reppichauer Lohnunternehmen erledigt die Bestellung der Rüben auch in diesem Jahr in Dienstleistung für den Krosigker Landwirtschaftsbetrieb. Der hatte unmittelbar vor der Saat mit der Feldspritze ca. 80 kg Reinstickstoff in Form von Ammonium-Nitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) auf den Rübenflächen ausgebracht, die im Zuge der Saatbettbereitung eingearbeitet wurden. Auf die Getreidestoppel der Vorfrucht war im Herbst bereits die Grunddüngung mit etwa 150 kg Triple-Phosphat (TSP), die einer Nährstoffmenge von zirka 30 kg reinem Phosphor entsprechen, erfolgt.

Zeitige Aussaat nicht ohne Risiko

„So zeitig haben wir die Rüben noch nie gelegt“, sagt Kirsten Wilzki, die zusammen mit Björn Küstermann die Pflanzenproduktion im Landgut verantwortet. „Ganz ohne Risiko ist eine solch frühe Aussaat natürlich nicht“, weiß auch der Feldbauleiter. Mit den anstehenden Frühjahrsarbeiten sind die Krosigker Landwirte „auf der Reihe“, schiebt der Diplomagraringenieur nach. Der Winterraps hat die zweite Stickstoffgabe erhalten und ist damit „düngetechnisch fertig“, so Küstermann. Am Freitag wurde auch die erste im Frühjahr anstehende Runde Pflanzenschutzmaßnahmen auf den ca. 600 ha Raps abgeschlossen. Entsprechend des Schaderregeraufkommens, das mittels Gelbschalenfängen ermittelt wird, wurde ein Insektizid ausgebracht. Zudem wurde ein Fungizid gegen Phoma gespritzt, dessen wachstumsregulierende Wirkung zugleich dafür sorgt, dass die Haupttreibe der Ölpflanzen gestaucht werden. Durch den milden Winter war der Raps in seiner Entwicklung weit fortgeschritten.

Arbeiten zum optimalen Zeitpunkt

Nun hoffen Kirsten Wilzki und Björn Küstermann inständig auf Regen. Den letzten nennenswerten Niederschlag gab es im Januar als Schnee. Im Februar fielen nur einige wenige Millimeter Regen, im März war es bislang vollkommen trocken. „Das Wintergetreide hat die erste Düngergabe noch gut aufgenommen, die Bestände sind sattgrün“, sagt der Feldbauchef. Lediglich der sehr spät gedrillte Winterweizen, dem es noch an Wurzelwachstum fehlt, hinkt hier etwas hinterher. Wichtig ist die Feuchte vor allem für die Frühjahrssaaten, damit diese gut auflaufen und sich entwickeln können.

Mit dem Zustand der Feldkulturen sind die beiden Diplomagraringenieure zufrieden. Die Bestände sehen gut aus, die Pflanzenwurzeln sind dem zurückgehenden Bodenwasser bislang  quasi hinterher gewachsen. Probleme mit einer etwaigen Vorsommertrockenheit könnte dies abmildern. „Lieber einen trockenen März und einen feuchten April und Mai als umgekehrt“, meint Küstermann. Die Vegetation ist in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr mit seinem langen Winter um genau vier Wochen voraus. Sämtliche Frühjahrsarbeiten haben die Krosigker Landwirte aufgrund der dafür günstigen Witterung den Entwicklungsstadien der Kulturen entsprechend zum optimalen Zeitpunkt durchgeführt.

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