• 2012
  • 09.04.
  • 2012.09.04.

Trockenheit hat vorerst ein Ende

Kirsten Wilzki ist optimistisch: „Nach Ostern bekommen wir sicher gutes Wetter.“ Dann stehen im Landgut Krosigk auch die ersten Pflanzenschutzmaßnahmen in den Feldkulturen an, die aufgrund der zuletzt kühlen Temperaturen noch etwas auf sich warten ließen. So sind auf den zuerst bestellten Schlägen etwa 10 bis 15 % der Zuckerrüben bereits aufgelaufen. Und auch die ersten Unkrautpflanzen zeigen sich. „Bei wüchsigem Wetter hätten wir schon die erste Herbizidmaßnahme im Nachauflauf durchführen müssen“, sagt die Pflanzenschutzexpertin. Sie rechnet mit einem Start der Arbeiten am Dienstag.

Und auch auf die kurz vor der Blüte stehenden Winterrapsbestände wird Kirsten Wilzki dann ein Auge haben. „Die Bekämpfungsrichtwerte für Rapsstengelrüssler und Rapsglanzkäfer sind noch nicht erreicht. Prophylaktische Insektizidapplikationen gibt es aber bei uns nicht“, betont die Fachfrau. Also heißt es auch in den nächsten Tagen, die aufgestellten Gelbschalen genauestens auf die Anzahl der gefangenen Käfer zu kontrollieren sowie das Käferaufkommen in den Knospen aufmerksam zu beobachten, um dann zu entscheiden, ob eventuell noch eine Maßnahme vor der Vollblüte des Rapses erforderlich ist.

Die Gabe von Wachstumsreglern im später gedrillten Winterweizen erübrigt sich derzeit ob der kühlen Temperaturen ebenfalls noch. Auf den mit der Sorte Akteur bestellten Flächen wurde hingegen bereits das Mittel CCC in Kombination mit einem Fungizid eingesetzt. Die als anfällig gegen Mehltau und Halmbruch bekannte Sorte wies bereits entsprechenden Befall auf. Zudem wurde auch der sehr früh gesäte Winterweizen mit den Präparaten CCC und Moddus eingekürzt und mit einem Fungizid gegen Halmbasiskrankheiten behandelt.

Notwendig machte sich inzwischen auch eine Herbizidnachbehandlung in der Wintergerste. Der trockene Herbst, der die Wirkung der ersten Herbizidgabe etwas schwächte, und der über lange Zeit milde Winter haben einige Problemunkräuter wie Klettenlabkraut, Klatschmohn und Kerbel durchgehen lassen. „Hier mussten wir nachputzen“, sagt Kirsten Wilzki.

Erfreut war die für den Feldbau im Unternehmen mitverantwortliche junge Frau, dass es in der letzten Woche endlich geregnet hat. „Im gesamten Monat März hatten wir ganze drei Millimeter Niederschlag.“ Anfang April kamen nun neun Millimeter hinzu. „Das ist zwar nicht viel, hat aber den auflaufenden Saaten von Sommergetreide und Zuckerrüben etwas gebracht“, so die Pflanzenbauexpertin. Und auch dem Wintergetreide hat die Feuchtigkeit gut getan. Die Pflanzen hatten infolge der Herbsttrockenheit ein gut ausgebildetes Wurzelsystem entwickelt und haben daher den zwischenzeitlichen Wassermangel relativ gut überstanden.

 

 

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