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  • 24.09.
  • 2012.24.09.

Silomais als Gärsubstrat und Viehfutter

Der Maisanbau ist im Landgut Krosigk nur eine Nische. „Wir bauen erst seit dem vorigen Jahr wieder Mais an“, erklärt Geschäftsführer Thomas Prüfer. Und auch die Größenordnung sei mit 30 Hektar Anbauumfang überschaubar. „Wir nutzen dafür Flächen an der Fuhne, die im zeitigen Frühjahr oft noch nass sind und sich deswegen für den Anbau von Wintergetreide weniger eignen.“

Etwa 20 Hektar Mais in der Gemarkung Kösseln wurden bereits am vergangenen Freitag geerntet. Das Häckseln und auch den Abtransport des Erntegutes übernahm komplett ein Lohnunternehmen im Auftrag eines Biogasanlagenbetreibers aus Könnern, mit dem das Landgut einen zweijährigen Liefervertrag für den Mais als Gärsubstrat abgeschlossen hat.

Die Bergung des Pflanzenbestandes erfolgte hierbei im gebrochenen Verfahren: Der Mais wurde vom Häcksler zunächst auf Schubwagen geblasen, die das Grüngut am Feldrand abkippten. Dort lud ein Kran das Erntegut dann auf Lkw mit Sattelauflieger, die den Straßentransport zur Biogasanlage übernahmen.

Die verbleibenden Maisflächen sollen am morgigen Dienstag abgeerntet werden. Das Häckseln übernimmt die benachbarte Ostrauer Agrar GmbH mit einer eigenen Maschine, den Abtransport erledigen Mitarbeiter des Landgutes mit betriebseigener Technik. Das Häckselgut wird in der Siloanlage auf dem Krosigker Betriebshof schichtweise zusammen mit Zuckerrübenpressschnitzeln von der Zuckerfabrik Könnern einsiliert.

„Wir bringen etwa 300 bis 350 Tonnen Mais und 120 Tonnen Pressschnitzel in das Silo gegenüber unserem Schafstall“, rechnet Thomas Prüfer vor. Die Mischsilage wird im Winter zur Fütterung des umfangreichen Schafbestandes des Agrarunternehmens eingesetzt. Zuvor hatte sich der Betrieb zu diesem Zweck zumeist mit Anwelkgrassilage und Rübenkleinteilen bevorratet.

 

 

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