• 2013
  • 18.03.
  • 2013.18.03.

Schafhaltung: Tierbonitur im Stall

Etwa 100 Schafe der Rasse Ile de France vom Landgut Krosigk wurden nach Bemuskelung, Exterieur und Wolle beurteilt und im Herdbuch eingetragen.

Eine wichtige Maßnahme für die Zuchtarbeit in der Schafhaltung des Landgutes Krosigk stand in der vergangenen Woche auf dem Arbeitsplan der Schäfer des Landwirtschaftsbetriebes.  Zuchtberater Gerhard Walker vom Landesschafzuchtverband (LSV) war aus Halle-Trotha in den Saalekreis gekommen, um die Herdbuchaufnahme für die Jährlinge der Rasse Ile de France durchzuführen.


Fleischschafrasse Ile de France

Die aus Nordfrankreich stammenden Merinos, die stark auf Fleischleistung gezüchtet sind und von der Vereinigung der Deutschen Landesschafzuchtverbände (VDL) inzwischen als Fleischschafrasse geführt werden, bilden heute die Rassegrundlage des insgesamt gut 1.000 Mutterschafe zählenden Krosigker Bestandes, der seit 2004 durch Umzüchtung aus der einstigen Merinofleischschafherde entstanden ist.


Wägung für die Herdbuchaufnahme

Bei der Herdbuchaufnahme wurden zwischen 30 bis 35 aus der vorjährigen Lammzeit stammende, also gut ein Jahr alte weibliche Tiere, die für die Reproduktion des kleineren, rund 100 Mutterschafe umfassenden Herdbuchmuttertierbestandes vorgesehen sind, entsprechend den Vorgaben der Zuchtbuchordnung gewogen und beurteilt.


Kontrolle: Bemuskelung, Exterieur und Wolle

Mit der Wägung wurde die Lebendmasse ermittelt und damit überprüft, ob die Tiere das rassetypische Gewicht aufweisen. Zudem wurden die Tiere auf die drei Merkmale Bemuskelung, Exterieur und Wolle bonitiert und benotet. Die Boniturnoten reichen von eins bis neun, wobei die neun die Idealnote darstellt.


Wichtig: Körperform und Proportionen

Bei der Begutachtung der Schafe geht es unter anderem um die Ausprägung des Fleischansatzes an Kamm, Schulter und Keule, des Weiteren um die äußere Erscheinung des Tieres (Körperform und -proportionen) und dessen Typ. Dabei wird auf Einzelmerkmale wie Rahmen, Rumpf, Kopf, Hals, Widerrist, Rücken, Becken und die Gliedmaßen geschaut.


Wollqualität beurteilt

Und schließlich wird die Wollqualität anhand von Kriterien wie Feinheit, Ausgeglichenheit des Vlieses, Farbe, Kräuselung und Geschlossenheit des Wollstapels beurteilt. Um Letzteres korrekt durchführen zu können, muss eine zwischenzeitlich eventuell durchgeführte Schur mindestens sechs Monate zurückliegen, damit die Wolle eine entsprechende Länge aufweist.


Zwei Ohrmarken pro Schaf

Gleichzeitig wurde bei den Tieren die laut Viehverkehrsverordnung vorgeschriebene Einzeltierkennzeichnung – zwei gelbe Ohrmarken pro Zuchttier älter als zwölf Monate – kontrolliert und, wenn erforderlich, nachgekennzeichnet.

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