• 2013
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  • 2013.22.01.

„Schäfchenzählen“ im Stall

Die Ackerkulturen auf den Feldern des Landgutes Krosigk liegen derzeit unter einer dünnen Schneedecke. Die meisten Mitarbeiter aus dem Feldbaubereich haben noch Urlaub oder sie „bummeln“ ihre in den Arbeitsspitzen angesammelten Überstunden ab. David Junge ist dagegen momentan tagtäglich im Schafstall zu finden. Der Traktorist unterstützt Christian Winz bei der Arbeit. Und auch die Azubis Mario Sparing und Danny Mänicke gingen dem Schäfermeister in der vorigen Woche zur Hand. Im Krosigker Stall haben etwa zwei Drittel der Mutterschafe, das sind rund 600 Tiere, abgelammt.

Am Freitagnachmittag waren die beiden Lehrlinge damit beschäftigt, allen Mutterschafen fortlaufende dreistellige Nummern mit Farbe auf das kurzgeschorene Vlies zu stempeln. Christian Winz und David Junge zogen den Lämmern derweil kleine blaue Plastikohrmarken ein. „Anhand der von uns angelegten betriebsinternen Listen mit den Nummern kann ich jedem Mutterschaf sein Lamm oder seine Lämmer eindeutig zuordnen“, erklärt der junge Schäfermeister, der zudem konstatieren muss, eine so konzentrierte Ablammung bisher noch nicht erlebt zu haben.

Die Nachkommen der Herdbuch-Mutterschafe erhalten zusätzlich eine kleine rote Ohrmarke – die Zibbenlämmer ins linke Ohr, die Bocklämmer ins rechte Ohr. So haben die Schäfer die für die Zucht in Frage kommenden Jungtiere - nach Geschlechtern getrennt - schnell im Blick und können später in Abhängigkeit von deren Entwicklung die für die Reproduktion des Bestandes benötigten weiblichen Tiere beziehungsweise die als Jährlinge zur Vermarktung auf der Bock-Auktion vorgesehenen Jungböcke auswählen. „Nur die besten Tiere werden für die Zucht verwendet“, sagt Christian Winz. Zirka 30 Zibben und zehn Böcke aus dem 2013er Jahrgang wird er dafür letztlich auswählen.

 

Themen: Schafe, Ohrmarken
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