• 2012
  • 13.03.
  • 2012.13.03.

Qualitätsweizen für regionalen Verarbeiter

Sattelzug um Sattelzug rollte am Dienstag voriger Woche auf das Betriebsgelände der Landgut Krosigk GmbH im Ortsteil Kaltenmark, wo sich das Getreidelager des Agrarunternehmens befindet. Randvoll mit Korn gefüllt verließen die LKW mit ihren Muldenkipperaufliegern dann den Hof wieder in Richtung Alsleben (Salzlandkreis).

Die Fracht, insgesamt rund 600 Tonnen A-Weizen der Sorte Chevalier, gingen an die dortige Saalemühle, die Qualitätsgetreide aus der Region verarbeitet. „Den Weizen haben wir auf vertraglicher Basis zu einem bereits im vergangenen Herbst ausgehandelten Preis vermarktet“, erklärt Björn Küstermann, der im Landgut für den Feldbau verantwortlich ist.

 

Das Lager mit seinen 6.000 Tonnen Fassungsvermögen ermöglicht es dem Agrarbetrieb, einen großen Teil seiner Getreideernte selbst einzulagern. „Hauptsächlich lagern wir dort Winterweizen ein“, sagt Küstermann. Winterweizen ist mit 1.350 ha Anbaufläche die Hauptkultur im Betrieb, die mittleren Erträge liegen bei 70 bis 80 dt/ha.

Eine der vier Silozellen ist nunmehr noch gefüllt – mit E-Weizen der Sorte Akteur. „Solche großen homogenen Partien, und dazu sortenrein, sind für Verarbeiter schon interessant“, weiß der 33-jährige Diplomagraringenieur.

 

Auf den Feldern sind derweil die Frühjahrsarbeiten in vollem Gange. Der Winterraps auf gut 500 ha hat in den ersten Märztagen Stickstoff erhalten. Weil die Aufnahme im Herbst bereits relativ hoch war, fiel die Startgabe nun verhaltener aus. „Wir haben 50 bis 80 kg/ha Rein-N gegeben und zusätzlich zirka 40 kg/ha Schwefel, die für eine gute Bestandsentwicklung wichtig sind“, erläutert Küstermann.

Von den Nährstoffanteilen her passte der eingesetzte Ammonsulfatsalpeter (ASS) ganz genau. ASS kommt im Betrieb aus technologischen Gründen zum Einsatz: Die Ausbringung erfolgt mit einem Schlepper und angehängtem Schleuderdüngerstreuer mit 7 Tonnen Ladekapazität und 36 m Arbeitsbreite. „Die Verteilgenauigkeit steht bei uns an erster Stelle“, betont Küstermann.

 

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