• 2013
  • 19.06.
  • 2013.19.06.

Pflanzenschutz: Weizen, Durum und Mais sicher

Die Fungizidbehandlung der Winterweizenbestände im Landgut Krosigk ist abgeschlossen.

Die Feldkulturen im Landgut Krosigk (Saalekreis) stehen derzeit durchweg sehr gut da. „Zum Glück sind wir vom Hochwasser kaum betroffen“, sagt Kirsten Wilzki erleichtert. Lediglich Teile eines Winterweizenschlages an der Saale bei Morlund und eines Maisbestandes an der Fuhne bei Kösseln sind überschwemmt beziehungsweise wegen Staunässe noch nicht befahrbar.


Fungizidbehandlung bei Winterweizen

Auf den übrigen Ackerflächen wurde in den vergangenen Tagen die Bestandespflege weitestgehend abgeschlossen. Am Dienstag erhielt der letzte Winterweizen seine abschließende Fungizidbehandlung gegen Ährenfusariosen. „Wir haben Premiumprodukte in voller Aufwandmenge eingesetzt, damit uns hier nichts anbrennt“, erklärt die Diplomagraringenieurin und verweist auf die sehr hohe Infektionsgefahr aufgrund der feuchtwarmen Witterung.


1. Fungizideinsatz im Frühjahr

Um pilzliche Erkrankungen im Winterweizen zu vermeiden, der mit 1.250 ha Hauptkultur im Betrieb ist, waren die Bestände im nasskalten Frühjahr bereits einmal behandelt worden. Nur wenn es noch Probleme mit Blattläusen oder Blattkrankheiten wie dem Braunrost geben sollte, werde man im Weizen noch einmal aktiv, sagt die Pflanzenschutzverantwortliche.


Fusariosenbehandlung bei Durum

Beim Durum, der zu Wochenbeginn die Ähren schob, ist eine Behandlung gegen Fusariosen in der nächsten Woche geplant. Die Wintergerste ist fertig. Dank zweier Einkürzungsmaßnahmen mit Halmstabilisatoren trotzte sie dem Wind und den Starkniederschlägen im Mai.


Raps wegen Kälte nicht sehr hoch

In den rund 600 ha Winterraps sind die Pflanzenschutzmaßnahmen mit der Blütenspritzung gegen Sklerotinia längst abgeschlossen. „Die Pflanzen sind in diesem Jahr aufgrund der kürzeren Vegetationszeit nach dem langen Winter und dem kühlen Frühjahr nicht sehr hoch“, sagt Kirsten Wilzki.


Unkrautpräparate bei Zuckerrüben

In den Zuckerrüben auf 200 ha wurde am vergangenen Freitag die letzte Unkrautbekämpfungsmaßnahme durchgeführt. „Wir haben boden- und blattwirksame Präparate eingesetzt und einen Blattdünger mit N, P, K und Bor zugegeben“, erklärt die Landwirtin. Voraussichtlich in der kommenden Woche ist bei den Rüben mit dem Reihenschluss zu rechnen.


Herbizide für Mais

Von den 30 ha Mais, die für die Vermarktung als Gärsubstrat zur Biogasgewinnung angebaut werden, ist die Hälfte mit Herbiziden behandelt worden. Die übrige Fläche ist wegen Staunässe vorerst nicht befahrbar. Bei den Erbsen, die auf 12 ha stehen und als eiweißhaltiges Winterfutter für die Schafe dienen sollen, hat die Pflanzenschutzfachfrau ein Auge auf Blattläuse sowie Erbsenwickler und Erbsengallmücke, um eine gezielte Maßnahme durchzuführen, falls dies notwendig wird.


Heu für Schafe und Pferde eingebracht

Am Mühlberg und am „Hühnerauslauf“ konnte in den letzten Tagen endlich die erste Charge Heu für die Schafe des Betriebes und den Pferdehof eingebracht werden, inzwischen läuft die zweite Etappe in Morl. Das Mähen übernimmt Lohnunternehmer Stefan Zander aus Weißandt-Gölzau. Das Wenden, Schwaden, Pressen, den Transport und die Einlagerung erledigt das Landgut mit eigener Technik.

 

 

 

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