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  • 06.05.
  • 2013.06.05.

Pflanzenschutz bleibt Arbeitsschwerpunkt

Das Wintergetreide im Landgut Krosigk wird mit Wachstumsregler, Herbiziden und Fungiziden behandelt. (Foto: Björn Küstermann)

Am Montag waren auf den mit Wintergetreide bestellten Äckern des Landgutes Krosigk bei besten Witterungsbedingungen die Schlepper mit Düngerstreuer und Feldspritzen unterwegs.


Schleuderstreuer verteilt KAS

Zum einen wurden die Pflanzenbestände in der Fläche mit der zweiten Stickstoffgabe in Höhe von etwa 60 bis 70 kg/ha Reinnährstoff in Form von festem Kalkammonsalpeter (KAS) mit dem auf 36 Meter Breite arbeitenden Schleuderstreuer versorgt. Die Randstreifen an den Schlägen hingegen erhielten ihre Stickstoffgabe in flüssiger Form über Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL). „Beim Düngerstreuen an den Schlagrändern stellen wir die Tellerdrehzahl am Streuer einseitig so ein, dass keine Düngerkörner auf angrenzende Refugien fliegen oder gar in Gewässer gelangen“, erklärt Feldbauleiter Björn Küstermann diese Maßnahme in Umsetzung der guten fachlichen Praxis im Betrieb.


Aufdüngung mit AHL

Ein etwa viereinhalb Meter breiter Randstreifen würde damit unterversorgt bleiben. Um auf diesen Vorgewendeflächen dennoch nicht auf Kornertrag und -qualität zu verzichten, wird eben mit AHL punktgenau aufgedüngt. Die Applikation der Düngerlösung erfolgt nur über die beiden äußeren der insgesamt neun Teilbreiten der auf 18 Meter arbeitenden Feldspritze.


Feldspritze gegen Ungräser

In einem separaten Arbeitsgang rücken die Mitarbeiter des Landgutes nach dem gleichen Schema an den Rändern und wo nötig auch mitten in den Schlägen mit der Feldspritze vor allem den aufkommenden Ungräsern in den Getreidebeständen zu Leibe. „Wir müssen insbesondere aufpassen, dass uns bei unserer pfluglosen Wirtschaftsweise nicht die Trespe in die Äcker wächst“, sagt Küstermann zu dieser Vorsichtsmaßnahme in punkto Feldhygiene. Da allerdings Düngerlösung und Herbizid nicht als Mischungspartner passen und außerdem die Breite der jeweils zu behandelnden Randstreifen differiert, machen sich zwei Arbeitsgänge erforderlich. „Das bedeutet ein Mehr an Fahrerei, ist aber eben nicht anders zu bewerkstelligen“, so der Feldbauleiter.


NAK für Zuckerrüben

In der vergangenen Woche erfolgten im Landgut Krosigk weitere Pflanzenschutzmaßnahmen. So wurde in den Zuckerrüben, die komplett aufgelaufen sind und jetzt sehr gut dastehen, die erste Nachauflaufbehandlung (NAK) durchgeführt, und auch der als erstes ausgesäte Durum wurde mit einem Herbizid zur Unkrautbekämpfung behandelt.


Weitere Behandlungen stehen an

Und auch in der kommenden Woche bleibt der Pflanzenschutz Schwerpunkt im Feldbau. „Es steht die Blütenspritzung des Winterrapses gegen Sklerotinia an und das Wintergetreide soll mit einer Tankmischung aus Wachstumsregler in Verbindung mit einem Fungizid gegen Blattkrankheiten behandelt werden“, blickt Küstermann auf die nächsten Tage voraus. Und auch die Zuckerrüben, denen die 20 Millimeter Regen vom vorvergangenen Wochenende sichtlich gut getan haben, müssen in Abhängigkeit vom Unkrautaufkommen dann die zweite NAK-Herbizidbehandlung erhalten.


Regen durchkreuzt die Pläne

Das für Dienstag geplante Maislegen auf rund 37 Hektar Fläche musste aufgrund der in der Nacht vom Montag zum Dienstag gefallenen vier Millimeter Niederschlag und des auch am Dienstagvormittag erneut einsetzenden Regens zunächst verschoben werden. „Der Regen wirft uns zwar den Tagesplan über den Haufen, aber für unsere Feldkulturen ist jeder zusätzliche Millimeter Niederschlag in dieser Zeit natürlich gut“, sieht der Feldbauchef die Witterung mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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