• 2013
  • 25.02.
  • 2013.25.02.

Pediküre für die Schafe

Im großen Schafstall in Krosigk waren die Schäfer Christian und Michael Winz sowie Traktorist Hubertus Neuhaus am Montag dabei, die Vorkehrungen für das Klauenschneiden zu treffen, das ab Dienstag die nachmittägliche Stallarbeit bestimmen wird. Bis zum Ende der Woche soll bei etwa einem Drittel der Mutterschafe, die in wenigen Wochen hinaus auf das Grünland gehen, die Klauenpflege abgeschlossen sein. In der ersten Märzwoche sollen dann die übrigen Muttertiere folgen, ehe es schließlich auch den Jährlingen an die Klauen geht, die schon bald ebenfalls mit in der Landschaftspflege ihren Dienst tun werden. Diese Maßnahme ist wichtig, um Klauenerkrankungen und einer Lahmheit bei den Tieren vorzubeugen.

Bei dieser Arbeit benutzen die Schäfer eine so genannte Wendebox als Hilfsmittel, die die schwere körperliche Arbeit wesentlich erleichtert. Das Schaf wird in der aus Stahlrohr gefertigten Box leicht eingeklemmt und anschließend auf den Rücken gedreht, sodass die Gliedmaßen nach oben ragen. „Wichtig ist die Kopfauflage, damit das Tier ruhig bleibt“, erklärt Schäfermeister Christian Winz. Beim Klauenschneiden teilt er sich mit Bruder Michael bzw. Vater Martin, der seinen Söhnen ebenfalls mit zur Hand geht, die Arbeit: ein Schäfer bearbeitet die Klauen der Vorderbeine, der andere kümmert sich um das hintere Beinpaar. Dabei wird zunächst festsitzender Schmutz entfernt und dann jeweils das Horn der äußeren Klauentragwände bzw. der inneren Klauenwände eingekürzt, ebenso werden lose Hornteile entfernt. Anschließend werden die vorstehende Klauenspitze und der überlappende Hornballen an der Ferse zurückgeschnitten.

In der zweiten Märzhälfte wird sich Schäfermeister Martin Winz gemeinsam mit der Auszubildenden Laura Trappschuh auch der Klauenpflege bei den Schafen im Kösselner Stall widmen. Dabei wird der Altmeister auf traditionelle Weise zu Werke gehen, indem er das Tier aufs Hinterteil setzt, dessen Kopf einklemmt, um ihm dann die Klauen zu schneiden.

Jeweils an den Donnerstagen sind beim Klauenschneiden in Krosigk auch die Tierwirt-Azubis aus der Außenstelle Merbitz der Berufsbildenden Schulen des Saalekreises mit zugegen, um sich von den gestandenen Praktikern die Vorgehensweise erläutern zu lassen und sich auch den einen oder anderen Kniff abzuschauen. Natürlich gehört für die Lehrlinge auch das Üben des praktischen Klauenschnitts dazu.

 

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